Energie & Umwelt
Umstrittene Gas-Transitgebühr: Deutschland gibt auf Druck nach
Die Bundesregierung erklärte am Donnerstag (30. Mai), dass sie einen umstrittenen Aufschlag auf Gas, das durch das Land geleitet wird, abschaffen wird. Nach Ansicht der EU-Nachbarn erhöhte dieser Aufschlag die Kosten für die Abkehr vom russischen Gas.
EU-Gericht: Polen muss 68 Millionen Euro im Turow-Kohlefall zahlen
Polen muss für den Weiterbetrieb des Kohlebergwerks Turow trotz eines anders lautenden Gerichtsurteils 68 Millionen Euro an EU-Geldstrafe zahlen. Das entschied das EU-Gericht am Mittwoch (29. Mai).
EU-Energieminister ziehen Bilanz und diskutieren kommende EU-Agenda
Die EU-Energieminister treffen sich am 30. Mai zum letzten Mal in dieser Legislaturperiode, um über russische Energieabhängigkeit und den Green Deal zu diskutieren. Viele Mitgliedstaaten werden jedoch auch andere Themen einbringen, um die EU-Agenda nach den Wahlen zu beeinflussen.
Europas Wasserstoffsektor verliert gegenüber chinesischer Konkurrenz an Boden
Europas Elektrolyseur-Hersteller fallen gegenüber chinesischen Konkurrenten zurück. Dies setzt Politiker unter Druck, die aufstrebende Branche mithilfe des neuen EU-Industriegesetzes zu schützen.
Europäische Autometropolen fürchten Folgen von Klimaschutzmaßnahmen
Europas Autoregionen wissen, dass die Dekarbonisierung die traditionelle Automobilindustrie hart treffen und zum Verlust Tausender von Arbeitsplätzen führen wird. Für sie geht es jetzt darum, wie der Schaden begrenzt werden und wie die EU dabei helfen kann.
EU-Wahl und Europas fehlende Klimamärsche
Im Vorfeld der Europawahlen 2019 dominierte vor allem der Klimaschutz die Agenda. In ganz Europa zogen die Menschen damals auf die Straße, um die Politik zum Handeln aufzufordern. Fünf Jahre später scheint die Bewegung aber in weiten Teilen abgeflaut zu sein.
Europas unvollendete Umweltdossiers: Nicht nur Renaturierung
Trotz des wachsenden Widerstands gegen den europäischen Green Deal, durchlaufen mehrere wichtige Umweltdossiers weiterhin den EU-Gesetzgebungsprozess ohne größere Kontroversen. Eine Aufgabe für das nächste EU-Parlament.
EU-Finanzierung für Atomkraftwerke steht weiterhin nicht zur Debatte
Die zukünftige Planung Europäischen Investitionsbank (EIB) enthält weiterhin keine konkreten Äußerungen zu einer möglichen Finanzierung der Atomkraft. Die Branche hofft allerdings weiterhin auf neue Gelder von der Bank, um ihren geplanten Ausbau zu unterstützen.
Fallende Emissionen bringen Frankreich näher an Erreichen der Klimaziele
Neue Zahlen zeigen, dass Frankreichs Emissionen über das letzte Jahr um 5,8% gefallen sind, womit das Land näher an die Erfüllung seiner Klimaziele rückt. Der Präsident und seine Unterstützer zeigten sich euphorisch, doch Umweltorganisationen sehen keinen langfristigen Trend.
Nachhaltigkeitsexperten: Kommendes EU-Parlament bedroht Green Deal
Das voraussichtliche Ergebnis der EU-Wahlen im Juni wird die Umsetzung des Green Deal gefährden, so eine Mehrheit der vom Institut für Europäische Umweltpolitik (IEEP) befragten Experten.
Definition von „CO2-armem“ Wasserstoff wird „schwierige Aufgabe“
Der führende SPD-Europaabgeordnete Jens Geier sagt, die neuesten EU-Normen für CO2-armen Wasserstoff seien eine Herausforderung. Brüssel müsse industriespezifische Förderprogramme vorbereiten.
Ärger in Österreich und Brüssel: Deutschland erhöht umstrittene Gas-Transitgebühr
Ein umstrittener Transitzuschlag, den Deutschland auf Gasflüsse erhebt, wird ab Juli wieder erhöht. Die Ankündigung des deutschen Betreibers am Dienstag (21. Mai) verschärft die Spannungen mit Österreich und Brüssel.
Wärmepumpen: Drei EU-Staaten mit idealen Rahmenbedingungen
In weiten Teilen Europas ist der Betrieb einer Wärmepumpe recht kostspielig. Ein Bericht des offiziellen EU-Forschungsgremiums nennt jedoch drei EU-Mitgliedstaaten, in denen sich Wärmepumpen besonders gut einsetzen lassen, weil die Strompreise dort im Vergleich zu Gas konkurrenzfähig sind.
Europawahlen: Parteien der Mitte setzen Grüne beim Klimaschutz unter Druck
Der grüne Co-Spitzenkandidat Bas Eickhout beklagt die Politisierung des Klimawandels durch die Rechten. Allerdings könnte die Hauptkonkurrenz bei den Europawahlen von den Parteien der Mitte in Nordwesteuropa kommen.
Deutsch-französische Versammlung will Energiekooperation neu beleben
Die deutsch-französische parlamentarische Versammlung plant, eine Erklärung zu verabschieden, in der Deutschland und Frankreich aufgefordert werden, ihre Differenzen in der Energiepolitik zu überwinden. Insbesondere solle man sich auf Wasserstoff und Geothermie konzentrieren.
Macron umwirbt Investoren mit dekarbonisiertem Energiemix
Die französische Regierung wirbt mit dem dekarbonisierten Energiemix des Landes als einzigartigem Standortvorteil für ausländische Investitionen. Die Realität ist jedoch komplexer.
Unterbrochene Gaslieferungen: Bulgarien fordert 400 Millionen Euro von Gazprom
Das staatliche bulgarische Gasunternehmen Bulgargas fordert vom russischen Gasmonopolisten Gazprom Export-Import mehr als 400 Millionen Euro Schadenersatz. Hintergrund ist die plötzliche Einstellung der Erdgaslieferungen Ende April 2022.
EU-Staaten drängen auf schnellere Dekarbonisierung von Heizungen
Am Mittwoch (15. Mai) haben 15 EU-Staaten ein gemeinsames Arbeitspapier veröffentlicht, in dem sie die EU-Kommission auffordern, der Dekarbonisierung von Heizung und Kühlung Priorität einzuräumen. Dadurch sollen die Energieunabhängigkeit der EU gestärkt und ihre Klimaziele erreicht werden.
Baltische Staaten beschleunigen Entkopplung ihrer Stromnetze von Moskau
Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine wollen die drei baltischen Staaten die Abkopplung ihrer Stromnetze von Russland und Belarus beschleunigen. Spätestens im Februar 2025 soll sie abgeschlossen sein.
EU-Renaturierungsgesetz: Keine Fortschritte im Rat trotz zahlreicher Befürworter
Nationale Regierungen, NGOs und Wissenschaftler drängen darauf, dass der Rat der EU das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur endgültig verabschiedet. Eine überraschende Sperrminorität im Rat blockiert das Gesetz jedoch weiterhin.
„Schnellstartzonen“ für erneuerbare Energien: EU-Mitgliedsstaaten sollen bis 2026 handeln
Damit die EU ihre Ziele für erneuerbare Energien bis 2030 erreichen kann, sollen die Mitgliedsstaaten bis 2026 sogenannte "Schnellstartzonen" einrichten. Gleichzeitig hat die EU-Kommission die Tür für restriktivere Auktionen für erneuerbare Energien geöffnet.
Auf Kollisionskurs mit EU-Kommission: Frankreich verfehlt erneuerbare Energieziele
Frankreich hat laut dem französischen Umweltministerium im Jahr 2023 einen Anteil von 22,2 Prozent erneuerbarer Energien an seinem Bruttoendenergieverbrauch erreicht. Dieser Wert liegt jedoch unter dem Ziel von mindestens 44 Prozent erneuerbarer Energien bis 2030, wie es das EU-Recht vorsieht.
Emissionshandel: EU-Abgeordnete warnen vor steigenden Benzinpreisen
Ab 2027 sollen europaweit CO2-Emissionen bei Kraftstoffen und anderen fossilen Energieträgern bepreist werden. Dies könnte jedoch zu höheren Preissteigerungen führen als ursprünglich erwartet, warnten führende EU-Abgeordnete in Gesprächen mit Euractiv.
Französische Atomaufsicht genehmigt Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Flamanville
Nach zwölfjähriger Bauverzögerung hat die französische Atomaufsichtsbehörde ASN die Inbetriebnahme des ersten französischen Druckwasserreaktors genehmigt. Damit kann der Bauherr EDF mit der Beladung des Reaktors beginnen, der bis Ende 2024 eine Leistung von 1.600 Megawatt erbringen soll.