Wettbewerbskommissarin Kroes warnt vor Protektionismus auf dem EU-Energiemarkt [DE]

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Für kurze Zeit mögen künstlich geschaffene, nationale Energieriesen attraktiv erscheinen – auf lange Sicht seien sie jedoch ein Nachteil für die europäischen Verbraucher und für den Wettbewerb, betonte die europäische Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

Für kurze Zeit mögen künstlich geschaffene, nationale Energieriesen attraktiv erscheinen – auf lange Sicht seien sind sie jedoch ein Nachteil für die europäischen Verbraucher und für den Wettbewerb, betonte die europäische Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

In einer Rede bei einem Wirtschaftsforum im italienischen Cernobbia am 2. September 2006 hat sich Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes entschieden gegen die „wahrnehmbare Herausforderung“ des Protektionismus’ im europäischen Energiemarkt ausgesprochen.  

Die Kommissarin wies darauf hin, dass grenzüberschreitende Fusionen im Energiesektor zwischen 2000 und 2005 um 75% zugenommen haben. Bisher sind der Kommission 2006 bereits mehr Fälle vorgelegt worden als im Vorjahr. Die Kommissarin nannte dies eine „erfreuliche Entwicklung“.

„Grenzüberschreitende Fusionen bringen den Verbrauchern mehr Vorteile … als Fusionen zwischen nationalen Unternehmen, die ansonsten Konkurrenten im gleichen Markt wären“, erklärte Kroes.

Sie warnte vor protektionistischen Tendenzen und nannte „einige prominente Fälle“, wie die geplanten Fusionen zwischen E.ON/Endesa und Suez/GDF.

„Lassen wir uns nicht von der veralteten Rhetorik des Protektionismus’ verleiten“, warnte Kroes. Für kurze Zeit mögen künstlich geschaffene, nationale Energieriesen attraktiv erscheinen – auf lange Sicht seien seien sie jedoch ein Nachteil für die europäischen Verbraucher und für den Wettbewerb.

„Ich bin für Riesen – für europäische Riesen“, fügte sie hinzu.

Kros gab bekannt, dass der endgültige Bericht über die Untersuchung des Energiesektors im Frühjahr 2007 vorgelegt werden wird, zusammen mit einem Bericht über die Fortschritte bei der Liberalisierung des Energiesektors. Die Berichte werden auch die Frage beantworten „ob neue Rechtsvorschriften notwendig sind“.

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