Cavusoglu: Deutsche Türkei-Kritik nichts als „Islamfeindlichkeit“

EU Europa Nachrichten

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu. [Golden Brown/Shutterstock]

Die Bundesrepublik solle davon absehen, sich in den türkischen Wahlkampf einzumischen, warnt der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in Berlin.

Deutschland solle es unterlassen, zu dem für Mitte April geplanten Verfassungsreferendum Position zu beziehen, sagte Cavusoglu am heutigen Mittwoch am Rande der Tourismusbörse ITB in Berlin. Dort äußerte er sich vor Journalisten nach einem Gespräch mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel. Einen gemeinsamen Auftritt der Minister vor der Presse gab es nicht.

Hinter deutscher Kritik an der Türkei sehe er Islamfeindlichkeit, sagte Cavusoglu. Die gegen die Türkei gerichtete Stimmung in Deutschland müsse sich rasch legen. Zugleich zeigte sich Cavusoglu bereit für einen offenen Dialog. Auch Freunde und Verbündete könnten bei vielen Fragen unterschiedlicher Meinung sein.

Aber wir sollten ein feindseliges Verhalten beenden“, mahnte er.

Die Türkei wolle die Freundschaft zu Deutschland aufrechterhalten. Darüber müsse aber die Bundesrepublik entscheiden, und die Türkei werde entsprechende Schritte unternehmen.

Seinem Kollegen Gabriel habe er klargemacht, dass die Türkei „sehr irritiert“ darüber sei, dass in Deutschland mehrere Auftritte türkischer Minister untersagt worden seien, sagte Cavusoglu. Dies solle Deutschland künftig unterlassen.

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