Union in Umfrage auf bestem Wert in fast drei Jahren

Kommt gut an: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geben 53 Prozent der Wähler die Note Eins. [Sven Hoppe/ epa]

Die Corona-Pandemie bringt besonders der Union neue Prozentpunkte ein. Angela Merkel, Markus Söder und Jens Spahn können mit ihrem derzeitigen Führungsstil überzeugen. Derweil verliert COVID-19 langsam an politischer Priorität.

CDU und CSU gewinnen während der Corona-Pandemie zunehmend das Vertrauen der Wähler: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 37 Prozent der wahlberechtigten Bürger für die Union stimmen. Das sind drei Prozent mehr als im Vormonat.  Zuletzt erreichte die Union einen solchen Wert laut Zahlen von YouGov im August 2017. Ihr Koalitionspartner SPD stagniert hingegen bei 16 Prozent, so das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, welche die Angaben von rund 1600 Personen wiedergibt.

Die meisten Oppositionsparteien verzeichnen Verluste: die Grünen verlieren zwei Punkte und liegen nun gleichauf mit den Sozialdemokraten. Die AfD kommt auf elf Prozent, die FDP noch auf fünf – beide Parteien sinken um einen Punkt ab. Nur die Linke bleibt unverändert auf neun Prozent. Sech Prozent der Stimmen entfallen auf sonstige Parteien.

Nachdem noch im Vormonat 21 Prozent der Deutschen die Gesundheitsversorgung als wichtigstes Thema angegeben hatte, trifft das jetzt nur noch auf 14 Prozent zu. Das Thema ist nun wieder gleichauf mit dem Klimaschutz, dessen Bedeutung im Vergleich zum März 2020 um 2 Prozentpunkte gestiegen ist. Darauf folgen die Themen Einwanderung und Asyl sowie Rente und Altersversorgung mit jeweils 12 Prozent.

Merkel, Söder und Spahn punkten

Nach dem Krisenmanagement von einigen Politikern befragt kann die Bundeskanzlerin deutliche Erfolge verzeichnen: 57 Prozent der Befragten stufen ihre Arbeit als gut oder sehr gut ein. Auch Bayerns Ministerpräsident konnte viele Wähler überzeugen und verzeichnet 53 Prozent gute oder sehr gute Noten. Gesundheitsminister Jens Spahn empfinden 40 Prozent der wahlberechtigten Deutschen als sehr gut oder gut in seinem Umgang mit der Krise.

Im internationalen Vergleich schneidet Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz mit 36 Prozent am besten ab. Ein Viertel (26 Prozent) sagt, dass Frankreichs Regierungschef Emmanuel Macron ein sehr/eher gutes Vorgehen in der Krise beweise, und Ursula von der Leyen als Präsidentin der Europäischen Kommission wird von lediglich 14 Prozent für ihren Krisen-Umgang gelobt.

Wird die Corona-Pandemie das Comeback der Volksparteien?

In Zeiten der Corona-Krise sind die Deutschen zufrieden wie lange nicht mehr mit der Bundesregierung. Die AfD versucht derweil, sich zu profilieren. Es sind harte Zeiten für die Opposition.

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