Umfrage: Schulz fast so beliebt wie Merkel

AfAlexander Gauland, Angela Merkel, Martin Schulz

Der Vorschlag der SPD-Linken für eine sogenannte Kooperationskoalition (KoKo) stößt in CDU und CSU, aber auch bei den Jusos auf Ablehnung. [dpa, Archiv]

Gegen Angela Merkel wäre ein Kanzlerkandidat Sigmar Gabriel laut Umfragen chancenlos. Anders sieht das bei Martin Schulz aus – allerdings wird diese bereits als neuer Außenminister gehandelt.

Die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 erneut als Kanzlerkandidatin anzutreten, findet laut einer Umfrage deutlichen Rückhalt in der Bevölkerung. Wie der ARD-„Deutschlandtrend“ ergab, finden es 59 Prozent der Deutschen gut, dass die CDU-Chefin ihren Hut erneut in den Ring wirft. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als noch im September. 39 Prozent der Befragten finden dies nicht gut.

Von den Anhängern der CDU begrüßen demnach 89 Prozent eine erneute Kandidatur Merkels, zehn Prozent lehnen sie ab. Von den CSU-Anhängern sind 82 Prozent für eine Kandidatur Merkels und 18 Prozent dagegen.

Wer folgt auf Martin Schulz?

Seit Monaten wurde über die politische Zukunft von Martin Schulz (SPD) spekuliert – nun hat der EU-Parlamentspräsident das Rätselraten beendet: Nach 22 Jahren in der Europapolitik will der 60-Jährige Karriere in Deutschland machen.

Sollte es ein Kanzlerkandidaten-Duell zwischen Angela Merkel und SPD-Chef Sigmar Gabriel geben, läge die Kanzlerin laut „Deutschlandtrend“ in der Gunst der Bürger klar vorn. Wenn die Bürger den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich 57 Prozent der Befragten für Merkel entscheiden, das ist ein Zuwachs von zwölf Prozentpunkten im Vergleich zum September.

19 Prozent würden sie für den amtierenden Bundeswirtschaftsminister entscheiden. Dies bedeutet einen Rückgang um acht Prozentpunkte Vergleich zum September. 19 Prozent geben an, dass keiner der beiden Politiker als Regierungschef in Frage komme.

Bei einem Kanzlerkandidaten-Duell zwischen Merkel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) wäre der Abstand der Umfrage zufolge deutlich knapper. 43 Prozent würden sich in diesem Fall für Merkel entscheiden, 36 Prozent für Schulz, der derzeit als künftiger Bundesaußenminister nach einer Wahl von Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum Bundespräsidenten gehandelt wird. 13 Prozent würden sich für keinen von beiden entscheiden.

Für die Umfrage wurden am Montag und Dienstag etwa tausend Bürger befragt.

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