SPD auf höchstem Wert seit Bundestagswahl

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Martin Schulz geht noch einmal kurz vor der Bundestagswahl auf Angriff. [Foto: Sabine Engels (Archiv)]

Der Schulz-Effekt für die SPD hält an: Die Sozialdemokraten können laut Umfragen ihren Abstand zur Union fast halbieren.

Nach der Entscheidung für Martin Schulz als Kanzlerkandidat ist die SPD im stern-RTL-Wahltrend auf ihren höchsten Wert seit der letzten Bundestagswahl gestiegen. Sie legte um fünf Punkte auf 26 Prozent zu, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Befragung des Instituts Forsa hervorgeht. Zugleich verlor die Union zwei Prozentpunkte; sie kommt nun auf 35 Prozent. Damit hat sich der Abstand zwischen SPD und CDU/CSU in der Umfrage binnen einer Woche fast halbiert.

Auch die Grünen büßten ein und liegen nun mit acht Prozent einen Punkt hinter der Linken mit unverändert neun Prozent. Die AfD verschlechterte sich auf elf Prozent, die FDP verharrt bei sechs Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen sank auf 24 Prozent.

Für den Wahltrend befragte Forsa von Montag bis Freitag vergangener Woche 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. Die Fehlertoleranz wurde mit einer Abweichung von 2,5 Prozentpunkten nach oben oder unten angegeben. Die Nominierung von Schulz war am Dienstagnachmittag vergangener Woche bekannt gegeben worden.

Auch laut ARD-Deutschlandtrend erreicht die SPD den höchsten Zustimmungswert in der gesamten Legislaturperiode. Wäre am Sonntag Bundestagswahl kämen die Sozialdemokraten demnach auf 28 Prozent der Stimmen, was einem Plus um acht Punkte im Vergleich zum Vormonat entspricht. Die Union verliert demnach drei Punkte auf 34 Prozent, Linke und Grüne büßen je einen Punkt ein und kommen beide auf acht Prozent. Die FDP würde mit sechs Prozent (plus ein Punkt) die Rückkehr in den Bundestag schaffen. Die AfD würde mit zwölf Prozent als drittstärkste Kraft erstmals ins Parlament einziehen, verliert zum Vormonat aber drei Prozentpunkte.

Umfrage: SPD profitiert von Martin Schulz

Die SPD verbucht nach der Nominierung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat ein deutliches Umfrage-Plus.

Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch bundesweit 1.506 Wahlberechtigte.

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