Söder will CSU-Vorsitz übernehmen

Markus Söder

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. [Ronald Wittek/ epa]

Trotz anfänglicher Ablehnung möchte Markus Söder nun doch für den CSU-Vorsitz kandidieren, den Horst Seehofer angesichts schlechter Wahlergebnisse abgeben möchte.

Am Montag möchte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor die Presse treten, doch bereits am Sonntag hat er bekannt gegeben, sich um die Nachfolge von Horst Seehofer zu bewerben. „Nach reiflicher Überlegung und dem Wunsch vieler Mitglieder entsprechend, bin ich bereit, mich in den Dienst der Partei zu stellen“, erklärte der 51-Jährige. „Deshalb bewerbe ich mich um das Amt des Parteivorsitzenden der CSU.“

Der in der CSU stark in die Kritik geratene Seehofer will sein Amt bei einem Sonderparteitag am 19. Januar zur Verfügung stellen. Einen anderen Bewerber als Söder für den Parteivorsitz gibt es bislang nicht. CSU-Vizechef Manfred Weber stellte am Wochenende klar, dass er sich nicht um das Amt bewirbt.

Der Europapolitiker begründete dies mit seiner Spitzenkandidatur für das konservative Parteienbündnis EVP bei der Europawahl im kommenden Jahr: „Darauf werde ich meine ganze Kraft konzentrieren und stehe deshalb im Moment nicht als Parteivorsitzender zur Verfügung“, sagte Weber der „Bild am Sonntag“.

Söder war bereits Seehofers Nachfolger im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten. „Gemeinsam mit der Basis und den Mandatsträgern wollen wir im Team die CSU weiterentwickeln und erneuern“, erklärte der Ministerpräsident am Sonntag schriftlich. „Große Herausforderungen liegen vor uns. Wir können es nur gemeinsam.“

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