Sachsen-Anhalt beschert Laschet wichtigen Sieg vor Bundestagswahl

Armin Laschet und Reiner Haseloff anlässlich der Entscheidung zum Kohleausstieg in der Bundespressekonferenz

Der Eklat um die Wahl von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Vor der Wahl am Sonntag (6. Juni) sahen einige Umfragen in Sachsen-Anhalt die rechtsextreme AfD vor der amtierenden CDU. Beobachter spekulierten vorab, ob dies die Kanzlerkandidatur von Armin Laschet bei der Bundestagswahl im September gefährden würde.

Die Ergebnisse der Wahl sprachen für sich. Die CDU unter Führung von Reiner Haseloff erhielt 37 Prozent der Stimmen und verwies damit die AfD mit rund 20 Prozent auf den zweiten Platz.

Obwohl das Wahlergebnis der AfD angesichts der hohen Erwartungen eine Niederlage darstellt, konnte die AfD trotzdem 20 Prozent der Stimmen für sich vereinnahmen. Somit ist die AfD weiterhin eine politische Kraft in Sachsen-Anhalt, die die dortige Opposition noch länger dominieren wird.

Die Grünen, die bundesweit über 20 Prozent liegen und ernsthaft um die Kanzlerschaft kämpfen, enttäuschten mit 6 Prozent der Stimmen. Ihr Ergebnis lag um 1 Prozent höher als bei der letzten Wahl.

Für die SPD war das Ergebnis ein weiterer Schlag gegen ihr ohnehin geringes Selbstvertrauen. Die ehemals starke Partei hatte auf einen zweistelligen Stimmenanteil gehofft, wurde aber mit rund 8 Prozent enttäuscht.

Die Wahl in Sachsen-Anhalt war die letzte vor der Bundestagswahl im September und ihr Ergebnis sendete wichtige Signale an die Parteien und Wähler.

Lokal hat die CDU nun die Qual der Wahl bei ihren Koalitionsoptionen, angefangen mit einer klassischen „großen“ Koalition mit der SPD, über eine Rückkehr zu Kenia, mit SPD und Grünen, bis hin zu einer Deutschland-Koalition mit SPD und der wirtschaftsfreundlichen FDP.

Bundesweit hat der Erfolg der CDU in Sachsen-Anhalt gezeigt, dass die Konservativen mit Laschet an der Spitze in der Lage ist, Wahlen zu gewinnen.

Die Grünen, die selbst auf einen größeren Sieg gehofft hatten, um wieder in Schwung zu kommen, werden sich mit dem ländlichen Charakter Sachsen-Anhalts trösten. Die Grünen und ihre Wähler bevorzugen städtische Gebiete.

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