Marine Le Pen kündigt erneute Kandidatur an

Die Chefin des französischen Rassemblement National, Marine Le Pen, möchte zur nächsten Präsidentschaftswahl in Frankreich wieder antreten. [EPA-EFE/MARTIN DIVISEK]

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen will bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr antreten. In der Präsidentschaftswahl 2017 war sie Emmanuel Macron unterlegen, erreichte aber dennoch ein Rekordergebnis.

„Meine Entscheidung ist gefallen“, sagte die 51-Jährige am Donnerstagabend vor Journalisten in Nanterre. Le Pen muss aber noch von ihrer Partei Rassemblement National offiziell als Kandidatin nominiert werden. Dies soll bei einem Parteitag im weiteren Jahresverlauf geschehen.

Emmanuel Macron – Stimmenfang am rechten Rand?

Präsident Emmanuel Macron hat mit abwertenden Äußerungen über Bulgaren und Ukrainer für diplomatischen Ärger gesorgt. Aber was will der französische Präsident mit seinem Versuch der politischen Landnahme nach Rechts? EURACTIVs Medienpartner Deutsche Welle berichtet.

Le Pen betonte, mit ihrer Ankündigung wolle sie der Entscheidung der Partei nicht vorgreifen. Die Parteivorsitzende sagte aber auch, dass für sie nun bereits die erste Phase des Wahlkampfs begonnen habe. Ihre erneute Präsidentschaftsbewerbung war allgemein erwartet worden. Bereits im Oktober hatte Le Pen zum Präsidentenamt gesagt, dass sie „bereit“ sei, „den Job zu machen“. Eindeutig hatte sie sich damals aber noch nicht auf eine Präsidentschaftsbewerbung festgelegt.

Bei der Präsidentschaftswahl 2017 war Le Pen in die Stichwahl gelangt, in der sie dann gegen den heutigen Amtsinhaber Emmanuel Macron unterlag. In der Stichwahl erzielte sie zwar mit knapp 34 Prozent ein Rekordergebnis für ihre damals noch Front National genannte Partei. Dennoch war das Ergebnis für die Rechtspopulisten enttäuschend. Sie hatten mit mindestens 40 Prozent gerechnet.

Neofaschismus: "Le Pen hat mehr rote Linien als Salvini"

Die französische Rechte Marine Le Pen wird beispielsweise sehr vorsichtig sein, wenn es um Deals mit Parteien geht, die eindeutig antisemitisch sind, erklärt Dr. Christian Lequesne im Interview mit EURACTIV Slowakei.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.