Macrons Chancen auf die Präsidentschaft wachsen

Dem ehemaligen Wirtschaftsminister Emmanuel Macron werden immer bessere Werte ermittelt. [Foto: Frederic-Legrand-COMEO/Shutterstock]

In Frankreich wachsen die Chancen des unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron, Präsident zu werden.

In einer am Montag veröffentlichten Opinionway-Umfrage baute er für die Stichwahl seinen Abstand zur Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, weiter aus. Diese führt zwar noch in den Umfragen für die erste Runde am 23. April. Doch auch hier ist Macron bis auf zwei Punkte herangerückt. Von der Linken droht Macron wohl keine Konkurrenz, da der Sozialist Benoit Hamon und der unabhängige Kandidat Jean-Luc Melenchon sich nicht auf eine Allianz einigen konnten.

Wahlkampf in Frankreich: Ein einflussreicher Unterstützer für Macron

Im französischen Wahlkampf erhält der junge Emmanuel Macron die Unterstützung des erfahrenen Zentrumspolitikers François Bayrou. Dies könnte Macrons Weg in den Elysée-Palast ebnen. Euractivs Medienpartner „Der Tagesspiegel“ berichtet.

Anleger nahmen die neuen Zahlen mit Erleichterung auf und deckten sich wieder mit französischen Staatsanleihen ein. Die Rendite der zehnjährigen Titel, die in den vergangenen Wochen wegen der Unsicherheit über den Wahlausgang gestiegen war, fiel auf ein Fünf-Wochen-Tief von 0,877 Prozent.

Nach der jüngsten Umfrage führt Le Pen für den ersten Wahlgang mit 26 zu 24 Prozent gegenüber Macron, der sich binnen einer Woche um vier Punkte verbesserte. Im zweiten Wahlgang am 7. Mai würde demnach Macron mit 62 zu 38 Prozent aber klar zum Präsidenten gewählt. Auch für den zweiten Wahlgang werden dem ehemaligen Wirtschaftsminister seit einer Woche immer bessere Werte ermittelt.

Die Vision des Monsieur Macron

Er ist der Überraschungskandidat im französischen Präsidentschaftswahlkampf. In Berlin hat Emmanuel Macron nun seine Grundsatzrede zu Europa gehalten. Eine klare Forderung an Deutschland stellte er dabei auch.

Vergangenen Mittwoch hatte der bürgerliche Politiker Francois Bayrou seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt und Macron ein Bündnis vorgeschlagen, was dieser umgehend annahm. Das dürfte seine Chancen deutlich verbessert haben.

Zudem kämpft sein konservativer Konkurrent Francois Fillon, der bis Ende Januar als klarer Favorit für die Nachfolge von Francois Hollande galt, weiter mit einer Scheinbeschäftigungsaffäre. Die Staatsanwaltschaft beauftragte am Freitag einen Richter mit der Fortsetzung der Ermittlungen. Fillon wird vorgeworfen, seine Frau Penelope nur zum Schein als Assistentin angestellt und Hunderttausende Euro aus der Staatskasse kassiert zu haben.

Kein Ende im Skandal um Fillon und Le Pen

Knapp zwei Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl setzen erweiterte Ermittlungen der Justiz den rechtskonservativen Kandidaten François Fillon und die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen unter Druck.

Der frühere Ministerpräsident hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Fillon wird den jüngsten Umfragen zufolge die Stichwahl nicht erreichen. Er liegt derzeit bei 21 Prozent. Allerdings würde auch er Le Pen im zweiten Wahlgang deutlich besiegen, nach der jüngsten Umfrage mit 58 zu 42 Prozent.

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