Französische Behörden warnen vor Hackerangriffen

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Die Behörden informierten die französischen Parteien schon im Oktober darüber, welche Gefahren es gibt und wie sie sich schützen können. [Shutterstock]

2017 wird in Frankreich ein neuer Präsident gewählt. Ähnlich wie im US-Wahlkampf befürchten die Behörden politisch motivierte Angriffe durch Hacker. Im Verdacht steht auch hier Russland.

Die französischen Behörden haben vor dem Wahljahr 2017 vor politisch motivierten Hackerangriffen wie im US-Wahlkampf gewarnt. „Es gibt Cyberangriffe, um Politik zu machen, um die Meinung zu beeinflussen“, sagte der Leiter der nationalen Agentur für die Sicherheit von Informationssystemen, Guillaume Poupard. So seien in Frankreich ähnliche Hackerangriffe wie jene im US-Präsidentschaftswahlkampf festgestellt worden. Der Verdacht fällt auch hier auf Russland.

Die Behörden informierten die französischen Parteien schon im Oktober darüber, welche Gefahren es gibt und wie sie sich schützen können. Louis Gautier vom Generalsekretariat für nationale Verteidigung und Sicherheit sagte, es gebe drei Risiken: Dass Hacker Daten wie Wählerverzeichnisse erbeuten, in den Wahlprozess eingreifen oder bestimmte Kandidaten diskreditieren.

BND-Chef warnt vor russischen Hackerangriffen in Deutschland

Der neue Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, hat angesichts der Bundestagswahl im kommenden Jahr vor aus Russland gesteuerten Hacker-Angriffen und Desinformationskampagnen gewarnt.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf hatten Hacker E-Mails des Wahlkampfmanagers der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton erbeutet und das Computernetzwerk der Demokratischen Partei gehackt. Washington wirft dem Kreml vor, hinter den Attacken zu stehen, um die Meinung der US-Wähler zugunsten des republikanischen Wahlsiegers Donald Trump zu beeinflussen. Russland hat eine Verwicklung zurückgewiesen.

Die deutschen Behörden befürchten inzwischen ebenfalls eine russische Einmischung in den anstehenden Bundestagswahlkampf, durch Hackerangriffe und Propaganda- und Desinformationskampagnen.

In Frankreich wird im April und Mai ein neuer Präsident gewählt, im Juni stehen dann die Parlamentswahlen an. Der konservative Präsidentschaftskandidat François Fillon gilt als russlandfreundlich – ebenso wie die rechtsextreme Partei Front National (FN) von Marine Le Pen.

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