Frankreich: Fillons Kehrtwende in der Gesundheitspolitik

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Die Beliebtheitswerte den konservativen Präsidentschaftsanwärters Francois Fillon sinken immer weiter. [Foto: dpa (Archiv)]

Eine kostenlose Versorgung mit Brillen, Hörgeräten und Zahnersatz, so das neue Wahlversprechen des französischen Präsidentschaftskandidaten Francois Fillon der konservativen Republikaner.

Ursprünglich hatte er sich für mehr private Krankenversicherung und weniger staatliche Vorsorge ausgesprochen, war damit aber selbst im eigenen Lager auf wenig Zustimmung gestoßen. Der Zeitung „Le Parisien“ vom Dienstag sagte Fillon, er habe niemals die Absicht gehabt, das Gesundheitssystem zu privatisieren. Um das klarzustellen, habe er sein Wahlprogramm in dieser Frage nun umgearbeitet.

Fillon hat mit einem Programm für eine Kürzung der öffentlichen Ausgaben um 100 Milliarden Euro über fünf Jahre und den Abbau von 500.000 Stellen im öffentlichen Dienst die Kandidatur der konservativen Republikaner für sich entschieden. Er galt als Favorit für die Präsidentenwahl im April und Mai, bevor Vorwürfe über missbräuchliche Verwendung staatlicher Gelder für seine Frau und seine Kinder laut wurden. Jüngsten Umfragen zufolge könnte die Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, die erste Wahlrunde gewinnen. In der Stichwahl könnte sie allerdings gegen Fillon oder den unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron verlieren. Eine klare Präferenz für einen der beiden Männer gibt es in den Umfragen nicht. In mehreren Abstimmungen der vergangenen Monate wie jene über den Brexit in Großbritannien und über den US-Präsidenten lagen die Umfrage-Institute aber weit neben den tatsächlichen Ergebnissen.

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