Der ehemalige österreichische Bundesverkehrsminister Norbert Hofer ist von seinem Posten als Vorsitzender der rechtspopulistischen FPÖ zurückgetreten. Zuvor hatte es Spannungen mit seinem Parteikollegen und Ex-Innenminister Herbert Kickl gegeben, der seinerseits ankündigte, die Partei in die nächsten Wahlen führen zu wollen.
Auf Nachfrage des Boulevard-Portals Oe24, ob der Streit zwischen ihm und Kickl seine Rücktrittsentscheidung beeinflusst habe, antwortete Hofer: „Ja natürlich, ich lasse mir nicht jeden Tag ausrichten, dass ich fehl am Platz bin.“
Hofer hatte die Parteiführung übernommen, nachdem der ehemalige Vizekanzler Heinz-Christian Strache im Zuge der Ibiza-Affäre zurückgetreten war. Hofers seitdem eher gemäßigter Kurs war allerdings sehr zum Unbehagen von Kickl, der als politischer Hardliner gilt.
Die Zeit nach der Ibiza-Affäre sei „nicht einfach“ gewesen, räumte Hofer in einer Pressemitteilung ein. Es sei eine schwierige Aufgabe gewesen, die FPÖ nach dem Bruch der Regierungskoalition wieder aufzubauen.
Er zeigte sich aber überzeugt, die Partei wieder „soweit aufgestellt zu haben, dass sie auch in den nächsten Jahren Erfolg haben kann“.
In aktuellen Sonntagsfragen stehen die österreichischen Rechtsextremen tatsächlich wieder bei rund 18 Prozent.





