Die EU-Institutionen haben sich geeinigt, wer den Friedensnobelpreis für die EU entgegen nehmen darf. Unklar ist noch, wofür das Preisgeld ausgegeben wird und wer die Dankesrede hält: Herman Van Rompuy, José Manuel Barroso oder Martin Schulz. Oder alle drei?
Eine knappe Woche nachdem das Nobelpreiskomitee die Europäischen Union mit dem Friedensnobelpreis 2012 ausgezeichnet hat, haben sich die EU-Institutionen geeinigt, wer den Preis entgegen nehmen darf. Anstatt einer Person, wie sonst üblich, wird die EU von einer Troika repräsentiert: Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Ratsräsident Herman Van Rompuy und Parlamentspräsident Martin Schulz.
Die Präsidenten-Troika muss sich noch abstimmen, wer am 10. Dezember in Oslo die Rede halten wird. Normalerweise gibt es nur einen Redner. Unklar ist zudem, was mit dem Preisgeld in Höhe von 925.000 Euro passiert. Es wird erwartet, dass die EU das Geld für wohltätige Zweke spenden wird.
Das Nobelpreiskomitee hatte die EU am 12. Oktober als erfolgreiches Friedensprojekt mit dem Friedensnobelpreis 2012 ausgezeichnet. "Das Anliegen des Nobelpreiskomitees ist es, das Augenmerk auf das zu lenken, was es als das wichtigste Ergebnis der EU betrachtet: der erfolgreiche Kampf für Frieden und Aussöhnung und für Demokratie und Menschenrechte. Der Stabilisierungsfaktor der von der EU ausgeht, hat dazu beigetragen, den Großteil Europas von einem Kontinent des Krieges in einen Kontinent des Friedens zu verwandeln", begründete das Nobelpreiskomitee seine Entscheidung.
EURACTIV.de
EURACTIV Brüssel: Three presidents to collect Nobel Prize (18. Oktober 2012)
Zum Thema auf EURACTIV.de
EU erhält Friedensnobelpreis (12. Oktober 2012)

