Bei Grünen-Anhängern wächst Bereitschaft zu Schwarz-Grün

Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Berlin [heipei/Flickr]

Mehr als 40 Prozent der Grünen-Anhänger sind laut einer Umfrage offen für eine Koalition mit der CDU. Ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis hätte derzeit keine Mehrheit.

Unter den Grünen-Anhängern wächst offenbar die Bereitschaft zu einer Koalition mit der Union nach der nächsten Bundestagswahl. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer gaben 44 Prozent von ihnen an, dass die Partei eine Regierung mit CDU/CSU anstreben sollte. 50 Prozent der Grünen-Anhänger plädieren aber noch immer für ein Bündnis mit SPD und Linken. Im November vergangenen Jahres zogen noch 63 Prozent der Grünen-Anhänger eine rot-rot-grüne Koalition einem schwarz-grünen Bündnis (32 Prozent) vor.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnten CDU/CSU der Umfrage zufolge mit 36 Prozent der Stimmen rechnen. Die SPD rutscht gegenüber Dezember um einen Punkt auf 21 Prozent ab, die Linke ebenfalls um einen Punkt auf neun Prozent. Die Grünen bleiben unverändert bei zehn Prozent, die FDP verbessert sich um einen Punkt auf sechs Prozent. Ebenfalls um einen Punkt zulegen kann die rechtspopulistische AfD auf 13 Prozent. Sie baut damit ihre Position als drittstärkste Kraft aus. Damit gäbe es weiter eine klare Mehrheit für CDU/CSU und SPD. Bei den Dreierbündnissen würde es reichen für eine Koalition aus Union, Grünen und FDP, nicht aber für Rot-Rot-Grün. Mit der AfD will keine der etablierten Parteien koalieren.

Für das Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 10. bis 12. Januar telefonisch 1292 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

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