„Wir sind nicht die Kostentreiber bei der Energiewende“

Nicht nur die Energieintensiven Industrien fordern mehr Kosteneffizienz bei der Energiewende. © Marcus Walter / PIXELIO

Die Energieintensiven Industrien fürchten, dass sie den „schwarzen Peter“ für die Kosten der Energiewende zugeschoben bekommen. Sie selbst sehen sich nicht als Kostentreiber. Das Problem liege an einem Systemfehler im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

"Wir sind nicht die Kostentreiber bei der Energiewende", sagte Michael Basten, Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden, am Donnerstag (23.August 2012) auf einer Pressekonferenz der Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID).

Der Grund für die hohen Kosten sei ein Systemfehler bei dem Erneuerbare -Energien-Gesetz (EEG). Dieser führe zu unkontrollierbarem Wachstum der erneuerbaren Energien, was wiederum die Kosten in die Höhe treibe.

Die EID fordern mehr Kosteneffizienz beim EEG. Vorschläge für eine Lösung müssten allerdings aus der Politik kommen, so Basten. Beispielsweise würde derzeit sehr viel Geld in die Photovoltaik investiert, obwohl sie eine verhältnismäßig geringe Energieeffizienz aufweise.

"Die Umverteilungseffekte zu Lasten oder zum Nutzen einzelner Gruppen müssen aufhören", so Basten. "Die Kosteneffizienz ist das Entscheidende." Die Industrie brauche allerdings auch in Zukunft einen Nachteilsausgleich, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

"Die Entlastungsregeln für die EID sind eingeführt worden, um internationale Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden", sagte Basten
Als Ausgleich für die Entlastung der Industrie müsse diese  ihren Energieverbrauch um 1,3 Prozent pro Jahr senken. Man dürfe die Belastbarkeit der energieintensiven Industrien nicht unterschätzen. Bereits jetzt gingen viele Unternehmen aufgrund der hohen Strompreise, bei denen keine Umverteilungswirkung vorhanden ist, bankrott. "Jede weitere Belastung für die Industrie schadet unserer Wettbewerbsfähigkeit als Exportnation Nr. 1 in Europa", so Basten.

Der Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Metalle, Martin Kneer, sagte: "Die EID wollen und werden mit ihren Produkten dazu beitragen, dass die Energiewende gelingt –  kein Windrad dreht sich ohne Metalle. Die Industrien müssen also kooperieren."

ayh

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