USA kündigen weitere Sanktionen gegen Russland an

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in ständigem Kontakt mit ihrem amerikanischen Amtskollegen. Beide sind sich einig: Die Zeit der Diplomatie ist noch nicht vorbei. Foto: dpa

Die USA haben weitere Sanktionen gegen Russland wegen dessen Vorgehen in der Krim-Krise angekündigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der amerikanische Präsident Barack Obama halten trotzdem an einer diplomatischen Lösung fest.

„Da kommt noch mehr“, sagte Präsidialamtssprecher Jay Carney am Dienstag in Washington. Er deutete an, dass als nächstes auch Strafmaßnahmen gegen eine Reihe von einflussreichen Oligarchen mit engen Verbindungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin verhängt werden könnten. Zugleich soll in der kommenden Woche auf einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen (G7) in Den Haag besprochen werden, wie die Gruppe die Ukraine unterstützen könnte. Russlands Außenminister Sergej Lawrow nannte die bislang erlassenen Sanktionen in einem Telefonat mit seinem amerikanischen Kollegen John Kerry „inakzeptabel“. Er drohte nach Angaben seines Ministeriums mit Konsequenzen, ohne ins Detail zu gehen.

Carney: Russische Aktien besser meiden

Derweil telefonierten Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama erneut miteinander. Sie seien sich einig gewesen, gegenüber Putin zu betonen, dass die Krise weiterhin diplomatisch gelöst werden könne, teilte das US-Präsidialamt mit. Außerdem sprachen sie sich dafür aus, umgehend internationale Beobachter in den Osten und Süden der Ukraine zu entsenden. Am Montag hatten die USA erste Sanktionen gegen einzelne Russen beschlossen. Auch die EU verhängte Strafmaßnahmen. Vielen Kritikern gehen diese Schritte jedoch nicht weit genug. Carney zeigte sich allerdings überzeugt, dass die Sanktionen die russische Wirtschaft treffen würden. Investoren empfahl er mit einem leichten Grinsen im Gesicht, derzeit russische Aktien besser zu meiden. EURACTIV/rtr

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EURACTIV.de: Brok zur Krim-Krise: Zunehmend EU-Kritik an den USA (17. März 2014)

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