Ukraine-Gipfel: Einigung zwischen Staatschefs steht kurz bevor

Einigung absehbar: Belarus-Präsident Alexander Lukaschenko, Russlands Präsident Wladimir Putin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande und der ukranische Präsident Petro Poroschenko (l.nach r.) [© dpa]

Beim Krisentreffen zum Ukraine-Konflikt zeichnet sich offenbar eine Einigung ab. Diplomaten zufolge wollen die Staats- und Regierungschefs gemeinsam eine Erklärung unterzeichnen.

Beim Krisengipfel in Minsk zeichnet sich nach Angaben eines Diplomaten eine Übereinkunft ab.

Nach den nächtlichen Gesprächen sollten die die Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Deutschlands und Frankreichs ein Papier unterzeichnen, das zur Lösung der Ukraine-Krise beitragen solle. Um welche Art von Dokument es sich dabei handelt, wollte der Diplomat am Morgen nicht sagen.

In Weißrusslands Hauptstadt Minsk berieten Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Präsidenten Frankreichs, der Ukraine und Russlands – Francois Hollande, Petro Poroschenko und Wladimir Putin – seit Mittwochabend über mögliche Wege zur Entspannung im Ukraine-Konflikt.

Ukraine hofft auf Hilfe des IWF

Unterdessen gibt es auch in den Verhandlungen zwischen der ukrainischen Regierung und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Bewegung. Die Ukraine setzt in den Verhandlungen über dringend benötigte Finanzhilfen auf eine baldige Einigung mit dem IWF.

Er hoffe, dass die Gespräche mit der IWF-Delegation binnen 48 Stunden abgeschlossen seien, sagte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk am Mittwoch. Die Verhandlungen seien jedoch nicht einfach. Es gebe noch einige offene Fragen, etwa die Reform des Energiesektors. Die ukrainische Zentralbank kündigte für den heutigen Donnerstag eine Pressekonferenz mit dem Leiter der IWF-Delegation an. IWF-Chefin Christine Lagarde teilte mit, sie werde sich ebenfalls zur Ukraine äußern.

Die Ukraine steht nach einem Jahr politischer Umbrüche und einem Krieg mit prorussischen Separatisten im Osten des Landes am Rande der Staatspleite. Sie hofft, dass die Verhandlungen mit dem IWF zu einem größeren, längerfristigen Finanzierungsplan führen statt des gegenwärtigen, 17 Milliarden Dollar schweren Programms.

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