Merkel: Putin macht nicht nur Ukraine Schwierigkeiten

Wladimir Putin dämpft vor der Amtsübernahme Trumps antiwestliche Kritik. [Foto: dpa]

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut vorgeworfen, die Annäherung osteuropäischer Länder an die EU zu behindern.

Mit Moldau, Georgien und der Ukraine hätten drei östliche Nachbarländer „aus eigener souveräner Entscheidung ein Assoziierungsabkommen mit der EU unterschrieben. Diesen drei Ländern bereitet Russland Schwierigkeiten“, sagte Merkel in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“.

Russland schrecke auch nicht davor zurück, die territoriale Integrität der Länder zu verletzen. So leide die Republik Moldau seit Jahren unter dem Konflikt um Transnistrien. Georgien leide ebenfalls seit Jahren unter dem eingefrorenen Konflikt in Südossetien und Abchasien.

Und die Ukraine müsse die Annexion der Krim und die Kämpfe im Osten des Landes erleben, sagte Merkel. „Wir sehen außerdem, dass Russland wirtschaftliche und politische Abhängigkeiten in einigen Ländern des Westbalkans zu schaffen versucht.“

Trotz der Kritik beteuerte Merkel, der Westen werde gegenüber der russischen Regierung vertragstreu bleiben. „Brücken sind schneller abgebrochen als neu errichtet. Uns ist wichtig, entschieden gegen den Bruch internationalen Rechts vorzugehen, weshalb Sanktionen unvermeidlich sind, uns aber gleichzeitig an Abmachungen zu halten und eine diplomatische Lösung der Konflikte zu erreichen.“

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