Kreml: Differenzen zwischen USA und Russland über Krim bleiben

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Die Ansichten von US-Präsident Barack Obama und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin über die Krim-Krise gehen nach Angaben des Kreml weiterhin deutlich auseinander.

Wladimir Putin habe Barack Obama während eines einstündigen Telefonats gesagt, dass die neue Regierung in der Ukraine durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen sei und unzulässige Entscheidungen über den Osten und Südosten des Landes sowie die Halbinsel Krim getroffen habe.

"In dieser Angelegenheit kann Russland Bitten um Hilfe nicht ignorieren und handelt entsprechend, in voller Übereinstimmung mit internationalem Recht", erklärte Putin. Er habe zudem die Bedeutung des russisch-amerikanischen Verhältnisses für die Sicherheit und die Stabilität der Welt unterstrichen. Diese sollten nicht für einzelne Differenzen – wenn auch sehr wichtige – über internationale Probleme aufs Spiel gesetzt werden.

Das US-Präsidialamt hatte zuvor erklärt, Obama habe Putin aufgefordert, die Bedingungen für eine diplomatische Lösung der Krise zu akzeptieren.

Am Donnerstag hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow US-Sanktionen gegen Russland als destruktiv kritisiert. "Bisher kann ich der Internationalen Gemeinschaft keine Verständigung mitteilen", sagte Lawrow am Donnerstag einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Rom nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen John Kerry.

Obama hatte zuvor Sanktionen angeordnet. Es sollen Einreiseverbote gegen Russen und Ukrainer verhängt werden, denen Destabilisierung der Ukraine und eine Gefährdung der territorialen Integrität des Landes vorgeworfen wird. Je nach Entwicklung der Lage in der Ukraine sollen weitere Strafmaßnahmen geprüft werden.

EURACTIV/rtr

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EURACTIV Brüssel: Putin and Obama discuss Ukraine and ‘Realpolitik’ (7. März 2014)

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