Am 8. Januar wurde in Ljubljana 2008 offiziell als das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs eingeläutet. Ziel ist es, den EU-Bürgern zu helfen, „in einem offeneren, komplexeren kulturellen Umfeld“ zurechtzukommen. Dabei soll besonders der Dialog zwischen dem Islam und dem Christentum gefördert werden.
Das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs wurde am 8. Januar 2008 in Ljubljana offiziell von Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso und Parlamentspräsidenten Hans-Gert Pöttering sowie dem slowenischen Premierminister Janez Janša eingeläutet.
Die wichtigsten Ziele des EJID 2008 sind: die Förderungen des interkulturellen Dialogs zwischen EU-Bürgern, um ihnen zu helfen, „in einem offeneren, komplexeren kulturellen Umfeld“ zurechtzukommen, sowie die Entwicklung einer „aktiven bürgerschaftlichen Einbindung der Europäer“, die geprägt ist von Offenheit gegenüber der Welt sowie Respekt der kulturellen Vielfalt und die auf gemeinsamen Werten basiert.
John Macdonald, Sprecher der Kommission, sagte, der Dialog zwischen dem Islam und dem Christentum stehe im Mittelpunkt des EJID. Dabei sei es das Ziel, das gegenseitige Verständnis und das Leben miteinander zu verbessern.
Macdonald fügte hinzu, ein interreligiöser Dialog sei im Kontext der Strategie für Wachstum und Beschäftigung ein wichtiger Aspekt des EJID. Besonders wichtig seien hier soziale Integration und die Ermutigung der Arbeitgeber, dem Aspekt Kultur besondere Aufmerksamkeit zu schenken
Ján Fige?, EU-Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend, sagte während der Eröffnungsveranstaltung, der interkulturelle Dialog werde auch andere Politikbereiche der Kommission kennzeichnen. Dies schließe auch die Investition beachtlicher Mittel in den kommenden Jahren ein.
Das Budget von zehn Millionen Euro für das EJID 2008 wird eine Informationskampagne finanzieren, die die Ziele des Jahres publik machen wird. Weiterhin werden Projekte auf EU-Ebene bezuschusst werden, mit denen das Bewusstsein junger Menschen für den interkulturellen Dialog geschärft werden soll, wie beispielsweise Festivals und Sportveranstaltungen. Es sollen ebenfalls Projekte auf nationaler Ebene mitfinanziert werden, wobei pro Mitgliedstaat ein Projekt angedacht ist.
Beispiele für Projekte, die sowohl von der Kommission als auch von den Mitgliedstaaten finanziert werden, sind Informationskampagnen zum Thema kulturelle Vielfalt sowie die Entwicklung von Kompetenzen für lebenslanges Lernen, wie Fremdsprachen und Computerkompetenz.
Kommissar Fige? hat die Schaffung eines zivilgesellschaftlichen Forums angekündigt. Er betonte, dass der Einbezug der Zivilgesellschaft ein ‚entscheidender Aspekt’ sei, um während des Jahres eine große Zahl der Menschen zu erreichen. Weiterhin werden die Ziele und Botschaften des EJID Inhalt großer Kunst- und Kulturfestival überall in Europa sein.
Liverpool und Stavanger sind 2008 die Europäischen Kulturhauptstädte, den Beginn werden sie am 12. Januar feiern. In beiden Städten werden über das Jahr verteilt Veranstaltungen stattfinden.

