Auf einer Konferenz hat EU-Kommissar Figel betont, dass im Bereich der Mehrsprachigkeit noch ein großer Forschungsbedarf bestehe. Verstärkt untersucht werden sollte unter anderem, welcher Zusammenhang zwischen Sprachkenntnissen und dem sozialen Zusammenhalt bestehe.
„Ich habe den Eindruck, dass Übersetzungstechnologien, Forschung im Bereich Sprachen in Bezug auf beispielsweise soziale Ausgliederung, Identität und interkulturelles Verstehen aktuelle Themen sind, die in diesen Zeiten angegangen werden sollten,“ sagte EU-Kommissar für Bildung, Kultur und Mehrsprachigkeit Jan Figel auf der 10. Konferenz der SCIC-Universitäten am 10. März 2006.
Das Konzept der Mehrsprachigkeit umfasst Übersetzungs- und Dolmetscharbeit sowie das Sprachenlernen. Die Kommission hat im November 2005 ihre erste Mitteilung über Mehrsprachigkeit veröffentlicht. Ihr Ziel ist, dass jeder Bürger mindestens zwei Fremdsprachen beherrscht.
Der EU-Kommissar erinnerte daran, dass Mehrsprachigkeit bereits Teil des EU-Rahmenprogramms für Forschung sei und ungefähr 20 Millionen Euro pro Jahr erhalte. Dies solle noch mehr werden: „Ich kann die Hochschulen nur ermutigen, interessante Projekte für RP7 auszuarbeiten, denn wir sind stark daran interessiert, diese Arbeit weiterzuentwickeln“.
