Regionen wollen Statut für Gleichberechtigung im Sport [DE]

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Der Ausschuss der Regionen der EU hält lokale und regionale Behörden dazu an, ihre wichtige Funktion als Anbieter von Sport-, Freizeit- und Kulturangeboten wahrzunehmen. Diese gelten als Schlüsselinstrumente um soziale Eingliederung zu fördern und Diskriminierung entgegenzuwirken.

Der Ausschuss der Regionen (AdR) hat am 11. Oktober 2007 eine Initiativstellungnahme angenommen, welche die EU auffordert, einen Maßstab für die Förderung von Chancengleichheit im Bereich Sport für lokale und regionale Behörden zu schaffen.

Solch ein Maßstab ist notwendig; die Mitglieder des Ausschusses der Regionen erkennen an, dass „bestimmte gesellschaftliche Gruppen dazu neigen, weniger Sport zu treiben, auf Entscheidungsebene unterrepräsentiert und aus einer Reihe von Gründen von manchen Sporteinrichtungen ausgeschlossen sind“.

Die Konsequenz sei, so der Bericht, dass einige dieser Gruppen unverhältnismäßig stark an Krankheiten litten, und diese „unverhältnismäßig hohe Krankheitsraten aufweisen, die mit einer sitzenden Lebensweise verbunden sind“.

Zudem erklärt der Bericht, dass in vielen Ländern die Sportbehörden nicht die Vielfalt der Gemeinschaft, die sie bedienten, widerspiegle.

Der Bericht führt eine Reihe von politischen Empfehlungen auf, die Problemfelder wie Alter, Behinderung, Geschlecht, ethnische Herkunft, Religion/Glauben und sexuelle Orientierung betreffen.

In Hinblick auf Alter betont der Bericht die Notwendigkeit, die Teilnahme am Sport in Betracht zu ziehen, wenn Menschen älter werden, da Sport die Lebensdauer und die Lebensqualität erhöhen könne. Der Bericht erkennt weiterhin an, dass die sportliche Betätigung von behinderten Menschen niedriger sei und fordert Maßnahmen, die das Recht behinderter Menschen, an allen Sportarten teilnehmen zu können, sicherstellten.

Die Stellungnahme fordert lokale und regionale Behörden auf, Geschlechterstereotype zu vermeiden. Dabei sollen Mädchen und Jungen nicht bestimmten Sportarten zugewiesen werden, und das Geschlechtergleichgewicht sollte bei der Einstellung von Angestellten im Bereich Sport ausgewogen sein.

Die ethnische Herkunft betreffend erkennt der Bericht an, dass Diskriminierung und Belästigung bedeuten könne, dass bestimmte Bevölkerungsteile von der aktiven Teilnahme am Sport abgeschreckt würden. Daher fordert er die EU auf, sich mit dem möglichen Ausschluss bestimmter Gruppen vom Sport aufgrund spezifischer Gewohnheiten und Ausübungen unterschiedlicher Religionen und Glaubensrichtungen auseinanderzusetzen (z.B. gleichgeschlechtliches Baden, Rituale sowie Zeit und Häufigkeit von Gebeten).

Der Bericht ist Teil des Beitrags des Ausschusses der Regionen zum Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle (2007).

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