Paralympische Spiele verbessern Zugangsmöglichkeiten für behinderte Menschen [DE]

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Nach der Eröffnungsfeier am Samstag (6. September 2008), wird von den Spielen bereits gesagt, dass sie zu vielen sozialen und praktischen Verbesserungen für die Behinderten in China hätten beitragen können/beigetragen hätten. Das Bewusstsein für behinderte Menschen sei gestiegen und der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und anderen Dienstleistungen verbessert worden.

Das Pekinger Olympische Organisationskomitee (BOCOG) beschrieb die Paralympischen Spiele 2008  als Anlass für die Verbesserung der Situation behinderter Menschen in China und auf der ganzen Welt.

Während der Vorbereitung der Spiele investierte die Gastgeberstadt rund 62 Millionen Euro, um den Zugang zu Anlagen und Einrichtungen behindertengerecht zu gestalten und zu verbessern. China wird oft für seine Ablehnung behinderter Menschen kritisiert.

Sportstätten, die olympische U-Bahnstrecke und einige von Pekings berühmtesten Touristenattraktionen wie die Verbotene Stadt, die Große Mauer und eine Reihe von Museen wurden mit Hilfseinrichtungen ausgestattet, um behinderten Menschen den Zugang zu ermöglichen. Außerdem wurden Kampagnen organisiert, um das öffentliche Bewusstsein für dieses Thema zu stärken.

Peking habe sich in umfassendem Maße dafür eingesetzt, die Zugänglichkeit landschaftlich reizvoller Orte, Hotels, Restaurants, Banken und weiterer städtischer Service-Einrichtungen zu verbessern, so der Vizepräsident des BOCOG und Generalsekretär Wang Wei. Er fügte hinzu, dass auch eine Reihe von Krankenhäusern, Bussen und Taxen für Behinderte zugänglich gemacht worden seien.

Es gebe drahtlose Hörgeräte und Video-Software für Übersetzungen in Gebärdensprache für die teilnehmenden Athleten und andere Menschen mit einer Behinderung, fuhr er fort.

Es wird erwartet, dass bei den Spielen, die vom 6. bis 17. September stattfinden, mehr als 4.000 Athleten in 20 verschiedenen Disziplinen  gegeneinander antreten  werden.

Bezüglich des Medieninteresses, das die Paralympischen Spiele auf sich ziehen, gibt es Wei zufolge große Unterschiede zu den Olympischen Spielen. Waren während der Olympischen Spiele noch etwa 30.000 Medienleute vor Ort, werden während der Paralympischen Spiele etwa 6.000 erwartet, darunter rund 2.500 Journalisten.

Der EU-Sportkommissar Ján Figel besuchte die Eröffnungsfeier der Spiele, weitere ranghohe EU-Vertreter waren aber nicht anwesend. Auch gab es keinerlei Diskussionen über die An- oder Abwesenheit hochrangiger Politiker, wie das bei den Olympischen Spielen der Fall war.

Die Europäische Kommission unterstützt verschiedene Aktivitäten im Zusammenhang mit behinderten Menschen, um die Chancengleichheit und einen gleichen Zugang zu Rechten für alle Menschen mit Behinderungen voranzutreiben. Eine Strategie der Europäischen Union im Bereich Behinderung und ein Aktionsplan 2004-2010 erläutern, dass der Sport eine wichtige Rolle bei der Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft spiele. Deshalb werden besondere Bemühungen gefordert, um die Zugänglichkeit von Sportstätten, Infrastrukturen und Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderung sicherzustellen.

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