Der interkulturelle Dialog durch Sport findet hauptsächlich auf lokaler Ebene statt. Daher müssten regionale und nationale Behörden langfristige Initiativen von Sportvereinen und -organisationen sowie von Einzelpersonen unterstützen, so das Ergebnis eines zweitägigen Seminars.
Ein internationaler Runder Tisch zum Thema „Sport for all as the element of intercultural dialogue” (deutsch: Sport für alle als Element des interkulturellen Dialogs) fand am 15. und 16. Mai 2008 in Slowenien statt. Die Teilnehmer verpflichteten sich zur Schaffung einer Gesellschaft, die dem Motto „Sport für alle“ gerecht wird. Die Schlussfolgerungen des Runden Tisches enthielten auch eine Reihe von Empfehlungen für politische Maßnahmen zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Zivilgesellschaft, nationalen Regierungen, internationalen NGOs und EU-Institutionen.
Beim Konzept „Sport für alle“ geht es darum, Sport als ein Instrument für Integration, Einbezug und sozialen Zusammenhalt zu nutzen sowie um einen Beitrag zu Gesundheit, nachhaltiger Entwicklung und Bildung zu leisten.
Man habe nicht bloß theoretische Erklärungen abgegeben, man habe sich eindeutig zu Taten verpflichtet, sagte Mogens Kirkeby, der Präsident der International Sport and Culture Association (ISCA).
ISCA und die Confédération Européenne Sport Santé (CESS), ein Zusammenschluss großer europäischer Sportorganisationen, sagten zu, in Südosteuropa ein Netz für „Sport für alle“ zu schaffen – als ein Instrument des Prozesses der EU-Erweiterung um die Westbalkanstaaten.
Zudem werden nationale Sportorganisationen aufgefordert, auf lokaler Ebene zusammenzuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen. Weiterhin sollen sie stabile Organisationsstrukturen schaffen, um den tagtäglichen interkulturellen Dialog langfristig zu unterstützen.
Schließlich erkennen die Schlussfolgerungen an, dass der interkulturelle Dialog durch Sport hauptsächlich auf lokaler Ebene stattfinde und von engagierten Sportvereinen und -organisationen sowie Einzelpersonen angetrieben werde. Die Empfehlung lautet, dass lokale Behörden ihre Unterstützung leisten sollten, um diese Organisationsstrukturen zu stabilisieren, damit langfristige Initiativen gefördert werden können.
Nationale Regierungen werden aufgefordert, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, indem sie eine enge Zusammenarbeit und sektorenübergreifende, langfristige politische Maßnahmen sicherstellen.
ISCA und CESS werden im Vorfeld des nächsten Europäischen Sportforums, der im Dezember 2008 in Biarritz stattfinden wird, als eine Reaktion auf das EU-Weißbuch zum Thema Sport Empfehlungen für Sport und interkulturellen Dialog entwerfen.

