Behindertensport bekommt Rückenwind von EU [DE]

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Die Kommission hat zusammen mit dem Europäischen Paralympischen Komitee (EPC) im Rahmen der Pekinger Paralympischen Spiele eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die die wichtige Rolle des Sports für die Stärkung der gesellschaftlichen Integration anerkennt.

Nachdem die Kommission dem EPC vor einigen Monaten finanzielle Mittel für die Förderung des Behindertensports in Europa bereitgestellt hatte, unterzeichnete sie am 8. September 2008 eine Erklärung zur Unterstützung des Europäischen Paralympischen Komitees.

Sport spiele eine wichtige Rolle bei der körperlichen und sozialen Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen und mache einen großen Schritt Richtung Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft, so der EU-Kommissar für Sport, Ján Figel‘ bei den Paralympischen Spielen, die derzeit in der chinesischen Hauptstadt ausgetragen werden.

Der Präsident des EPC Enrique Sánchez-Guijo bezeichnete die Pekinger Erklärung als ein Zeugnis für den hohen Stellenwert, den der Behindertensport innerhalb der EU genieße.

Das Europäische Paralympische Komitee ist Teil der weltweiten Paralympischen Bewegung und verantwortlich für die Entwicklung des Behindertensports in Europa. Der Zuschuss, den die EU dem Komitee im April für zwei Jahre bewilligt hatte, beläuft sich auf 110.000 Euro pro Jahr.

Der Zuschuss wird im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ zur Verfügung gestellt und soll der Kommission zufolge als Anerkennung der wichtigen Rolle des Sports für die Stärkung der gesellschaftlichen Integration gelten. Insgesamt zielt das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ darauf ab, den aktiven Einsatz der Bürgerinnen und Bürger im Prozess der Einigung Europas im Rahmen zivilgesellschaftlicher Organisationen zu unterstützen.

Das “Weißbuch Sport”, das die EU 2007 angenommen hatte und das die Grundlage für ein zukünftiges EU-Programm für den Sportbereich bildet, ruft die Mitgliedstaaten, Sportorganisationen und örtliche Behörden dazu auf, die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen, um allen den gleichen Zugang zu Sportaktivitäten und –einrichtungen zu ermöglichen.

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