Die Kommission wird in dieser Woche Pläne zur Verschiebung des Güterverkehrs von Straßen auf Schienen vorstellen. Diese sollen ein wahres Netzwerk des Schiengüterverkehrs schaffen, mit verbesserten Reisezeiten, Zuverlässigkeit und Kapazität.
Während der letzten zehn Jahre hat der Schienengüterverkehr gegenüber dem Straßengüterverkehr an Bedeutung verloren. Der Marktanteil für den Inlandsverkehr fiel aufgrund eines Mangels an Effizienz, Zuverlässigkeit und Wettbewerbsfähigkeit von fast 20% im Jahr 1995 auf 16,5% 2005.
Eine Mitteilung der Kommission, anberaumt für den 17. Oktober 2007, wird eine Reihe von Vorschlägen enthalten, die der Verbesserung dieser Mängel dienen sollen, um den umweltfreundlicheren Eisenbahnsektor attraktiver zu gestalten.
Einer der Vorschläge wird sich vermutlich um eine Reihe von technischen Maßnahmen, wie die Angleichung von Zuglängen und –größen, drehen, welche die Interoperabilität verbessern sollen. Aufgrund von unterschiedlichen Regeln und Standards der Mitgliedstaaten werden gegenwärtig Güterzüge oftmals angehalten und an den Grenzen kommt es zu Verspätungen.
Es wird außerdem erwartet, dass die Kommission dem bestehenden Vorzug von Personenzügen auf Strecken mit gemischtem Verkehr in den Ballungszentren ein Ende bereitet. Dies geschieht in der Hoffnung, die Verspätungen von Güterzügen zu reduzieren und die Zuverlässigkeit von Lieferungen zu erhöhen.
Die Mitteilung sollte von einem Aktionsplan begleitet sein, der darauf abzielt, die Verbindungen zwischen dem Eisenbahnsektor und dem Verkehr auf der Straße, auf dem Meer, auf inländischen Wasserwegen und in der Luft zu verbessern, um ein ‚nahtloses europäisches Verkehrssystem’ zu gestalten.
Die Schaffung einheitlicher europäischer Standards für Ladevorrichtungen für alle Beförderungsarten, sowie die Förderung der Entwicklung von intelligenten Technologien und Investitionen in Umschlagsplattformen werden zu den Maßnahmen zählen.
Die Kommission hofft, dass das Paket es europäischen Unternehmen erlauben wird, Kosten zu senken und Wirtschaftswachstum zu sichern, während außerdem zunehmend Probleme, die mit Verkehr in Verbindung stehen, wie Verschmutzung, Verkehrsüberlastung und Energieabhängigkeit, aufgegriffen werden sollen.

