Erster Galileo-Satellit soll Ende 2005 starten

Die EU-Verkehrsminister haben sich auf den Zeitpunkt
der Inbetriebnahme des Europäischen Globalen
Satellitennavigationssystems geeingt.

Bei ihrem Treffen in Brüssel haben sich die EU-Verkehrsminister
auf den Zeitpunkt des Beginns der Errichtungs- und Betriebsphase
des europäischen Satellitennavigationssystems GALILEO geeinigt. Das
System wird dem US-amerikanischen Global Positioning System
(GPS) voraussichtlich Konkurrenz machen.

Der Start erster Versuchssatelliten soll Ende 2005 stattfinden,
so dass die kommerzielle Nutzung des Systems „ab
2008“ anlaufen kann. Dies erklärte der Rat am 10. Dezember in
einer Erklärung.

Der Bau der Satelliten soll von 2006 bis 2008 durchgeführt
werden (Errichtungsphase). Die Kosten werden sich auf um die 2,1
Billionen Euro belaufen. Ein Drittel dieses Betrags wird aus dem
Gemeinschaftshaushalt und der Rest aus dem privaten Sektor kommen.
Nach dem Bau kann die Betriebsphase und kommerzielle Nutzung des
Systems beginnen. Die Kosten werden sich auf schätzungsweise 220
Millionen Euro im Jahr belaufen.

„Wir sind jetzt auf der Zielgeraden: im nächsten Jahr werden wir
Zeugen des Starts der ersten Satelliten,“ so Verkehrskommissar
Jacques Barrot. „Galileo wird eine ebenso große technologische
Revolution wie die Mobiltelephonie sein,“ fügte er hinzu.

Die endgültigen Kosten des Programms werden von den EU-Ländern,
die „nicht verpflichtet sind, zusätzliche nationale Mittel
beizusteuern“, genauestens beobachtet werden.

Nach einem ersten Zuschuss aus dem Gemeinschaftshaushalt in Höhe
von 500 Millionen Euro soll der private Sektor für sämtliche Kosten
aufkommen.

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