Plovdiv und Matera sind Kulturhauptstädte

Das römische Theater im bulgarischen Plovdiv. [shutterstock/RossHelen]

Seit 33 Jahren werden in Europa Kulturhauptstädte gekürt. Meist teilen sich zwei Städte für ein Jahr diesen Titel. 2019 liegen sie in Bulgarien und Italien.

Das Projekt „Kulturhauptstadt Europas“ wurde 1985 von der damaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen. Jahr für Jahr werden die Hauptstädte auf Grundlage eines Kulturprogramms ausgewählt, das eine deutliche europäische Dimension hat und die Mitwirkung der Bürger der Stadt fördert.

Für die Städte ist es eine gute Gelegenheit, sich international zu präsentieren und den Tourismus zu stärken. Die EU will mit dem Projekt zudem die Vielfalt der Kulturen in Europa hervorheben und bei den EU-Bürgern das Gefühl stärken, einem gemeinsamen Kulturkreis anzugehören. Bewohner und Besucher der Kulturhauptstädte dürfen sich auf ein umfassendes Programm freuen, das sich über das gesamte Jahre erstreckt.

So hat Plovdiv, mit knapp 350.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Bulgariens, bereits eine 45-seitige Programmbroschüre veröffentlicht. Von Ausstellungen mit lokalem Bezug über Sommerkinos und Tanzveranstaltungen bis hin zu tagesaktuellen, politischen Diskussionen werden zahlreiche Genres bedient. Für historisch Interessierte könnte sich die Reise in die bulgarische Partnerstadt Leipzig, deren antike Wurzeln bis ins 6. Jahrhundert vor Christus zurückreichen, ohnehin lohnen. So gibt es dort ein einzigartiges Zusammenspiel von antiker, osmanischer, römischer und neuzeitlicher Bauwerke zu bestaunen.

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Auch im beschaulichen, süditalienischen Matera laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Unter dem Motto „Open the Future“ soll am 19. Januar die offizielle Auftaktveranstaltung für das Kulturjahr laufen. Weitere Höhepunkte stehen bereits fest. Zudem haben Kulturschaffende aus der 60.000-Einwohner-Stadt weiterhin die Möglichkeit, selbst Events anzumelden. Die Hauptattraktion der Felsenstadt ist das Castello Tramontano aus dem 16. Jahrhundert. Zudem locken die Höhlensiedlungen „Sassi de Matera“, die 1993 zum UNESCO-Kulturerbe bestimmt wurden, viele Besucher an.

Bestimmt werden die Kulturhauptstädte übrigens bereits vier Jahre im Voraus, damit genügend Zeit für die umfassenden Vorbereitungen besteht. 2020 werden die beiden diesjährigen Kulturhauptstädte vom irischen Galway und dem kroatischen Rijeka beerbt.

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