Österreichs Arbeitslosenquote sinkt – unter Migranten noch nicht

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Eine gute Integration von Migranten hat positive Effekte für die Volkswirtschaft. [Foto: dpa]

Die österreichische Wirtschaft geht es wieder gut. Die Zahl der  Arbeitslosen sinkt deutlich. Das trifft aber nicht auf Migranten zu.

Im März ist laut jüngsten Daten die Arbeitslosigkeit in Österreich im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent gesunken, bei den vorgemerkten Arbeitslosen sogar um 3,7 Prozent. Johannes Kopf, der Vorstand vom Arbeitsmarktservice, spricht aufgrund der Zahlen bereits von einer Trendwende und einem nachhaltigen Konjunkturaufschwung. Bei den älteren Arbeitslosen sowie bei den Migranten sieht es weniger positiv aus – die Zahlen steigen. 

EcoAustria, das Institut für Wirtschaftsforschung, sagt voraus, dass die Zunahme von AsylwerberInnen in Deutschland, Österreich und Schweden zukünftig Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung haben wird. In Österreich soll demnach die Beschäftigung bis zum Jahr 2030 um 42.000 Personen zunehmen. Dadurch soll es auch zu einer Erhöhung bei privatem Konsum, Investitionen und dem Bruttoinlandsprodukt geben.

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen: Guter Wille, viele Einwände

Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sorgt in Österreich für Diskussionen. Die Wirtschaft wäre zu einer größeren Aufnahme von Arbeitskräften bereit, bemängelt aber die Rahmenbedingungen und Integrationsmaßnahmen.

Dennoch zeigen die Prognosen, dass das zu erwartende Wirtschaftswachstum nicht ausreichen wird, um die Beschäftigungsmaßnahmen für die zusätzlichen Migranten zu finanzieren. Die . Arbeitslosenquote könnte in den nächsten Jahren um 0,4 Prozentpunkte höher ausfallen als ohne Migration.

Laut Forschungsleiter Johannes Berger von EcoAustria, fallen die volkswirtschaftlichen Effekte umso positiver aus, je stärker die Qualifizierungsmaßnahmen bei den Migranten greifen und je rascher deren Integration in den Arbeitsmarkt gelingt. Deshalb müsse der politische Schwerpunkt auf Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Asylberechtigte und AsylwerberInnen zu legen. Rund 40 Prozent dieser Gruppe sind jünger als 17 Jahre. Durch eine früh einsetzende Aus- und Weiterbildung könnte die Qualifikationsstruktur deutlich verbessert werden.

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