Giffey will Gleichstellung zu Kernthema der EU-Ratspräsidentschaft machen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will die Gleichstellung im Erwerbsleben und den Schutz von Frauen vor Gewalt zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 machen. [EPA-EFE/CLEMENS BILAN]

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will die Gleichstellung im Erwerbsleben und den Schutz von Frauen vor Gewalt zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 machen. 

„Deutschland trägt im nächsten Jahr eine große Verantwortung“, erklärte Giffey am Mittwoch in Berlin. „Ich mache mich dafür stark, dass wir den Ratsvorsitz nutzen, um in Deutschland und in Europa die Frauenrechte und die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern ein Stück voranzubringen.“

Sie wolle „gemeinsam mit den Mitgliedstaaten Maßnahmen erarbeiten, wie wir die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Europa wirksam reduzieren können“, erklärte Giffey. „Dabei werden wir auch erörtern, wie wir Frauen und Männer dabei unterstützen können, die bezahlte und unbezahlte Sorgearbeit gleichberechtigt aufzuteilen.“

Beim Thema Gewalt an Frauen wolle sie hohe Schutzstandards in ganz Europa durchsetzen. In Deutschland solle eine Monitoring-Stelle geschaffen werden, die systematisch Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen beobachten und bewerten soll. Dadurch soll sie Fortschritte und Lücken bei der Umsetzun der Konvention aufzeigen.

Deutschland wird im zweiten Halbjahr 2020 turnusgemäß die Ratspräsidentschaft in der EU innehaben. Derzeit liegt sie bei Finnland, im ersten Halbjahr ist Kroatien an der Reihe.

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