In keinem anderen EU-Land bekommen die Einwohner im Verhältnis so wenige Kinder wie in Deutschland. 2010 kamen 8,3 Geburten auf 1.000 Einwohner. Damit liegt Deutschland zum wiederholten Male deutlich unter dem EU-Durchschnitt.
Seit Jahren ist die Bundesrepublik bei der Geburtenrate Schlusslicht der 27 EU-Mitgliedsstaaten. Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland 8,3 Geburten auf 1.000 Einwohner. Der EU-Durchschnitt betrug wie im Vorjahr 10,7. Dies teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit.
Die Geburtenzahlen in Deutschland haben jedoch wieder das Niveau von 2008 erreicht, nachdem die Rate im 2009 bei nur 7,9 gelegen hatte (EURACTIV.de vom 28. Juli 2010).
Insgesamt erblickten 2010 rund 5,4 Millionen Kinder in der EU das Licht der Welt. Die ho?chsten Geburtenziffern wurden in Irland (16,5 Prozent), Großbritannien (13,0 Prozent), Frankreich (12,8 Prozent), Zypern (12,4 Prozent) und Schweden (12,3 Prozent) verzeichnet. Die niedrigsten Ziffern in Deutschland (8,3 Prozent), Lettland (8,6 Prozent), Ungarn (9,0 Prozent), Italien (9,3 Prozent), Österreich (9,4 Prozent), Portugal (9,5 Prozent) und Malta (9,6 Prozent).
502,5 Millionen EU-Einwohner
In acht EU-Mitgliedsstaaten gingen die Einwohnerzahlen zurück. Die gro?ßten Ru?ckga?nge verzeichneten Lettland (-4,8 Prozent), Bulgarien (-4,6 Prozent), Ungarn (-4,0 Prozent), Deutschland und Ruma?nien (je -2,2 Prozent). Das gro?ßte "natu?rliche Bevo?lkerungswachstum" (die Differenz zwischen Lebendgeburten und Sterbefa?llen je 1.000 Einwohner) wurde in Irland (+10,3 Prozent) verzeichnet.
dto
Links
Dokumente
Eurostat: EU27 Bevölkerung von 502,5 Millionen am 1. Januar 2011 (28. Juli 2011)
Mehr zum Thema auf EURACTIV.de
Deutschland bleibt mit Geburtenrate EU-Schlusslicht (28. Juli 2010)

