Friedensnobelpreis für Kampf gegen sexuelle Gewalt

Die Nobeilpreisträger 2018: die Jesidin Nadia Murad und der Arzt Denis Mukwege. [Heiko Junge/ epa]

Der Friedensnobelpreis wird heute in Oslo an zwei aktivsten vergeben, die sich gegen sexuelle Gewalt engagieren.

Die jesidische Aktivistin Nadia Murad und der kongolesische Gynäkologen Denis Mukwege nehmen heute (13.00 Uhr MEZ) in Oslo den Friedensnobelpreis entgegen. Sie werden für ihren Einsatz gegen sexuelle Gewalt in Konfliktregionen ausgezeichnet. Murad war im August 2014 im Irak von Kämpfern der IS-Miliz verschleppt und versklavt worden. Sie konnte schließlich nach Deutschland fliehen und engagiert sich seit 2016 als UN-Sonderbotschafterin für die Rechte der Opfer von Menschenhandel.

Der 63-jährige Arzt Mukwege betreute in den vergangenen Jahren rund 50.000 Vergewaltigungsopfer in dem von ihm 1999 gegründeten Krankenhaus in der Demokratischen Republik Kongo. In Stockholm werden am Montag zudem die Nobelpreise für Medizin, Chemie, Physik und Wirtschaftswissenschaften überreicht. Die Vergabe des Literatur-Nobelpreises fiel in diesem Jahr wegen eines Vergewaltigungsskandal im Umfeld der Schwedischen Akademie aus.

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