Finnische Pelztierzucht steht auf der Kippe

Nach dem Artikel vom 22. November, der die "höllischen" Zustände in finnischen Pelzfarmen aufdeckte, veröffentlichte das Marktforschungsunternehmen Taloustutkimus eine Umfrage, die zeigt, dass die meisten Finnen der traditionellen Pelzindustrie den Rücken kehren. [Shutterstock/Nicolai Dybdal]

Die Tage der finnischen Pelztierzuchtindustrie könnten gezählt sein, da sich die Mehrheit der Finnen gegen diese Praxis wendet. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die auf einen erschütternden Bericht des Daily Mirror folgte.

Nach dem Artikel vom 22. November, der die „höllischen“ Zustände in finnischen Pelzfarmen aufdeckte, veröffentlichte das Marktforschungsunternehmen Taloustutkimus eine Umfrage, die zeigt, dass die meisten Finnen der traditionellen Pelzindustrie den Rücken kehren.

Die von zwei Tierschutzgruppen, Animalia und Right to Live, in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass 71 % der Menschen die Pelztierzucht in ihrer derzeitigen Form ablehnen. Das Thema spaltet Generationen und Geschlechter. Besonders kritisch äußerten sich Frauen und Personen zwischen 15 und 24 Jahren.

Lediglich 16 % der Befragten gaben an, dass die Pelztierzucht ohne Änderungen fortgesetzt werden kann, aber rund 30 % wären bereit, den Farmen eine weitere Genehmigung zu erteilen, wenn die Bedingungen verbessert würden und die Tiere in einer Umgebung leben könnten, die ihrer natürlichen Umgebung ähnelt.

Estland, Norwegen und Frankreich haben vor kurzem die Pelztierzucht verboten.

Finnland ist Europas größter Produzent von Fuchspelzen und ein endgültiges Verbot der Branche ist sehr unwahrscheinlich. Ein überarbeitetes Tierschutzgesetz, das im Januar 2023 in Kraft treten soll, verspricht jedoch, den Forderungen von Tierschutzgruppen nachzukommen. Es soll Leitlinien für die Branche vorgeben und das Wohlergehen der Tiere verbessern.

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