Europäischer Freiwilligendienst: Europas Jugend zeigt Solidarität

Die Minister der EU-Staaten im Rat „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ haben sich heute (Montag) zum Vorschlag der EU-Kommission geeinigt, das Europäische Solidaritätskorps mit einem eigenen Haushalt und einem eigenen Rechtsrahmen auszustatten. [dpa, Archiv]

Die Minister der EU-Staaten im Rat „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ haben sich heute (Montag) zum Vorschlag der EU-Kommission geeinigt, das Europäische Solidaritätskorps mit einem eigenen Haushalt und einem eigenen Rechtsrahmen auszustatten.

Der durch die Kommission im Dezember 2016 eingerichtet Freiwilligendienst, der jungen Menschen ermöglichen soll, sich EU-weit engagieren zu können, kann bereits auf eine kleine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Egal ob bei der Unterstützung für Flüchtlinge oder bei Erdbebenhilfe, das Europäische Solidaritätskorps hat Anklang bei Europas Jugend gefunden.

Europäisches Solidaritätskorps: Freiwillige vor

Sprungbrett in eine längerfristige Beschäftigung? Bei einem Europäischen Solidaritätskorps können jungen Menschen Auslandserfahrungen sammeln. EURACTIVs Medienpartner „Der Tagesspiegel“ berichtet.

 „Seit letzten Dezember haben sich über 41.000 junge Menschen für das Europäische Solidaritätskorps registriert und damit ihre Bereitschaft bekundet, sich für das Gemeinwohl einzusetzen – im Rahmen einer Freiwilligentätigkeit, eines Praktikums oder eines Arbeitseinsatzes. Diese Begeisterung, die uns auf dem Weg zu einem nachhaltigeren und gerechteren Europa voranbringen wird, gilt es wertzuschätzen“, erklärten heute die EU-Kommissare Günther Oettinger, Tibor Navracsics und Marianne Thyssen.

Was im Großen, bei den Beschlüssen der Regierungsstaaten oft vermisst wird, zeigt sich durch das Engagement der europäischen Jugend im Kleinen. Der geht es weniger um Verträge oder ökonomische Interessen als um konkrete Schritte, sich in die Gesellschaft einzubringen und Solidarität zu zeigen.

Nach einer Umfrage des Eurobarometers in 2016 hatten sich 25% der Jugendlichen in freiwilligen Aktivitäten engagiert. Mehr als 50.000 arbeitslose Jugendliche suchen europaweit eine Tätigkeit, die in einem Sektor mit sozialem Engagement liegt. Und ganze 88% der Jugendlichen stellten fest, dass sie bisher noch kein Freiwilligendienst getan haben, weil sie keine Möglichkeit dazu hatten.

Dem will die EU jetzt Abhilfe schaffen. Mit einem eigenen Budget und einem eigenen Rechtsrahmen, soll der europäische Freiwilligendienst für Jugendliche in Zukunft erleichtert werden.

„Eine eigene rechtliche Grundlage und eigene Mittel für das Europäische Solidaritätskorps werden für klare Regeln und eine stabile finanzielle Grundlage sorgen. Dies wird den Solidaritätsaktionen in ganz Europa einen Schub verleihen und es uns bis 2020 ermöglichen, 100.000 Einsätze zu vermitteln“, so die Kommissare.

 

Positionen

Offener Brief zur europäischen Jugend an Angela Merkel, François Hollande und Matteo Renzi

Am 9. Mai 2016 haben wir in Erwartung des britischen Votums gemeinsam mit Persönlichkeiten aus verschiedenen Parteien und Ländern mit einem Appell einen Fahrplan für Europa vorgeschlagen.

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