Drohender Arbeitsplätzeabbau bei Papierhersteller in Skandinavien

Stora Enso beschäftigt derzeit weltweit rund 23.000 Mitarbeiter und verkauft in mehr als 50 Ländern. Das Unternehmen ist an den Börsen in Helsinki und Stockholm notiert. [Detyukov Sergey / Shutterstock]

Die für den kommenden Herbst angekündigte Schließung der Werke Veitsiluoto in Finnland und Kvarnsveden in Schweden durch das Forstproduktunternehmen Stora Enso hätte wohl zur Folge, dass rund 1.100 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren.

Das finnisch-schwedische Unternehmen begründete seine Entscheidung in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung mit einem jahrzehntelangen Rückgang auf dem Papiermarktes, der sich durch die Pandemie und ein verändertes Verbraucherverhalten noch beschleunigt habe. Niedrige Preise und Überkapazitäten auf dem europäischen Markt werden beide Fabriken in den kommenden Jahrzehnten „negativ beeinflussen“, fügte das Unternehmen hinzu.

Die Ankündigung kam für Marktbeobachter allerdings nicht überraschend. In Branchenkreisen beobachte man eine Beschleunigung des Transformationsprozesses im Bereich Papier und Pappe.

Laut Annica Bresky, CEO von Stora Enso, überprüft das Unternehmen nun seine Strategie und wolle sein „Geschäft für beschleunigtes Wachstum und Wertsteigerung ausrichten“. Künftig werde man sich vor allem „auf Verpackungen, Baulösungen und Innovationen bei Biomaterialien“ konzentrieren.

Der angekündigte Stellenabbau betrifft 670 Arbeitsplätze in Veitsiluoto, wo dann noch rund 5.700 Angestellte beschäftigt wären. In Kvarnsveden sollen 440 Stellen gestrichen werden.

Die Nachricht ist auch für die Politik eine kalte Dusche, zumal Finnlands Fünf-Parteien-Regierung derzeit verstärkt zu versuchen scheint, hochqualifizierte Arbeitskräfte ins Land zu holen. Premierministerin Sanna Marin versprach sofortige Unterstützungsmaßnahmen für die von der Entscheidung des Unternehmens Betroffenen.

Stora Enso beschäftigt derzeit weltweit rund 23.000 Mitarbeiter und verkauft in mehr als 50 Ländern. Das Unternehmen ist an den Börsen in Helsinki und Stockholm notiert.

Subscribe to our newsletters

Subscribe