In diesem Dossier, veröffentlicht von Deutsche-Aussenpolitik.De, untersucht Marco Overhaus den europäischen Beitrag bei den Verhandlung über Irans Nuklearprogramm und die Auswirkungen auf die Wahrnehmung der EU als internationalen Akteur.
Seit mehr als zweieinhalb Jahren verhandeln die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs und Deutschland – unterstützt von Javier Solana, Außenbeauftragter der EU – im Auftrag der Europäischen Union mit dem Iran, um im internationalen Konflikt über Irans Nuklearprogramm eine diplomatische Lösung zu finden. Bis heute konnten sich die Regierungen auf keinen tragfähigen Plan einigen.
Im Juni 2006 haben die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland dem Iran ein neues Angebot vorgelegt. Dieses Angebot enthält nicht nur höhere wirtschaftliche und politische Anreize, sondern auch eine konkrete Androhung nicht-militärischer Sanktionen im Falle einer Ablehnung des Angebots. Die Erwartungen sind hoch, insbesondere, da dieses letzte Angebot auf einem breiten Konsens einschließlich russischer und chinesischer Zustimmung ausgearbeitet wurde. Des Weiteren haben sich die USA erstmals seit 1979 dazu bereit erklärt, mit dem Iran direkte Gespräche über Kernenergie zu führen.
In diesem Dossier werden die internationalen Bemühungen bei der Lösung des Irankonflikts über dessen Nuklearprogramm verfolgt und analysiert. Die Analyse konzentriert sich insbesondere auf die europäische Diplomatie, da der Iran eine Herausforderung an die EU darstellt, welche sich derzeit bemüht über ihre wirtschaftliche Stärke hinaus zu einem internationalen Akteur auf der Weltbühne aufzusteigen. Durch die Untersuchung dieser Faktoren, welche bisher einen diplomatischen Durchbruch verhindert haben, versucht dieses Dossier einen Ausgangspunkt für die Bewertung der letzten Entwicklungen und der Aussicht auf eine diplomatische Lösung zu finden.
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