US-Außenminister Colin Powell will der
internationalen Gemeinschaft die Hand ausstrecken. Die
Außenpolitik von ‚Bush 2‘ werde jedoch eine
„Fortsetzung seiner Prinzipien, seiner Politik, seiner
Überzeugungen“ sein.
Die schwache Hoffnung in einigen politischen Lagern in
Europa, dass die Außenpolitik der zweiten
Bush-Administration näher an ihren Haltungen sein
wird, ist von US-Außenminister Powell
enttäuscht worden.
In seinem ersten Interview nach dem Wahlsieg der
Republikaner in der Financial Times kündigt Powell
an, Bush werde eine Außenpolitik verfolgen, die
„Herausforderungen und Themen“
„aggressiv“ angehen werde. Bush „werde
sich in dieser Richtung weiterbewegen“, so Powell.
Während die Politik „ihrem Wesen nach
multilateral“ sein werde, würden die USA falls
nötig auch im Alleingang gehen.
Zur Krankheit des Palästinenserführers
Yassir Arafat und zum israelisch-palästinensischem
Konflikt erklärte er, die derzeitige Situation
stelle eine Chance für den Friedensprozess dar:
“ Wir sind dazu bereit, diese Gelegenheit aggressiv
zu nutzen“.
Powell vertrat ebenfalls die Auffassung, dass der
Friedensprozess als „eines der wichtigsten
ausstehenden Themen in unserer Außenpolitik“
betrachtet werde. Er machte indes keine näheren
Angaben dazu, mit welchen Initiativen sich die USA
einbringen könnte.
