Indikatoren für Ressourceneffizienz gesucht

EU-Umweltkommissar Janez Potocnik (l.) und Bundesumweltminister Peter Altmaier bei einer Pressekonferenz zum Thema Ressourceneffizienz. Foto: dpa

Der Rohstoffverbrauch sollte als Leitindikator für Ressourceneffizienz herangezogen werden. Das forderten die meisten Teilnehmer einer Konsultation, bei der die Kommission verschiedene Ressourceneffizienzindikatoren vorgeschlagen hatte.

Die Kommission hat diese Woche die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation "Optionen für Ressourceneffizienzindikatoren" veröffentlicht.  Die Kommission erhielt 164 Beiträge von Nichtregierungsorganisationen, der Industrie, Forschungseinrichtungen, dem öffentlichen Sektor und von Bürgern. Die Konsultation lief vom 26. Juli bis zum 22. Oktober 2012.

Nach Angaben der Kommission kritisierte ein bedeutender Teil der Teilnehmer den von der Kommission vorgeschlagenen vorläufigen Leitindikator "Ressourcenproduktivität" (GDP/Domestic Material Consumption) und schlug als Alternative den Indikator "Rohstoffverbrauch" (Raw Material Consumption, RMC) vor, da dieser die gesamte Wertschöpfungskette betrachte.

Viele Teilnehmer hätten sich zudem für Fußabdruck-Indikatoren (für CO2-Ausstoß, Land- und Wasserverbrauch) ausgesprochen, die den künftigen Leitindikator ergänzen sollten.

Eine erhebliche Anzahl der Teilnehmer hält den Angaben der Kommission zufolge Zielvorgaben für ein wichtiges Mittel, um Fortschritte für ein ressourcenschonendes Europa sicherzustellen. Große Teile der Teilnehmer äußerten aber zugleich Vorbehalte, wie solche Ziele gesetzt werden könnten.

Die Kommission hatte 2011 den Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa verabschiedet und darin angekündigt, dass sie bis Ende 2013 Indikatoren und Ziele festlegen will, um Fortschritte bei der Verbesserung der Ressourceneffizienz zu messen.

mka

Links

Kommission: Results of the resource efficiency indicator consultation available online (12. Dezember 2012)

Kommission: Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa (20. September 2011)

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