EU schließt Rohstoffabkommen mit Grönland

Auf Grönland gibt es wertvolle Rohstoffe und Seltene Erden. Bisher profitieren davon zumeist kanadische und australische Firmen. Das will die EU ändern. Foto: dpa

Die EU will leichter an die wertvollen Rohstoffe und Seltenen Erden Grönlands kommen. Ein entsprechendes Rohstoffabkommen wurde am Mittwoch unterzeichnet, konkrete Projekte sollen folgen.

Die EU-Kommission hat am Mittwoch (13. Juni) in Grönland ein Abkommen unterzeichnet, das den Zugang der EU zu grönländischen Rohstoffvorkommen verbessern soll.

Grönland verfügt über große Ressourcenvorkommen wie beispielsweise Niobium, Platingruppenmetalle, Tantalum und Seltene Erden, die Europas Wirtschaft dringend benötigt. Bisher wird mehr als die Hälfte der Rohstoffe von kanadischen oder australischen Firmen abgebaut. Der Anteil der europäischen Firmen – darunter sind auch deutsche Unternehmen – beträgt nur 15 Prozent.

Die EU-Kommission erwartet, dass in einem nächsten Schritt konkrete Projekte unterzeichnet werden. "Diese Kooperation bietet eine Win-Win-Lösung für beide Seiten. Für Europa bedeutet es, dass wir sicherstellen können, dass die europäische Industrie weiterhin eine führende Rolle in neue Technologien und Innovation spielen kann", sagte der EU-Industriekommissar Antonio Tajani.

mka

Links

EU-Kommission: Agreement of cooperation with Greenland on raw materials signed (13. Juni 2012)

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