Wahlkampf mit Jugendlichen: Auf der Suche nach der verlorenen Jugend [DE]

DISCLAIMER: Die hier aufgeführten Ansichten sind Ausdruck der Meinung des Verfassers, nicht die von Euractiv Media network.

Antje Hoppe berichtet in diesem Artikel aus Politik und Kommunikation darüber, wie Parteien und Abgeordnete während des letzten deutschen Wahlkampfes versucht haben, die Jugend zu erreichen. Darüber gibt eine Experte Tipps, worauf in auf Jugendliche abzielenden Kampagnen geachtet werden sollte.

Die Jungwähler wurden vor dem 18. September von den Parteien heiß umworben. 

Doch der Dialog mit den Jungen blieb nach Ansicht von Antje Hoppe auf der Strecke. Die Jugend gilt oft als das unbekannte Wesen. Berührungsängste stehen daher an der Tagesordnung. Pseudojugendlicher Kommunikationsstil, zu aufdringliches Kommunizieren und kindliche Ansprachen kommen bei Jungwähler nicht gut an. Mit einem offenen Image, Eventsponsoring, modernen Technologien, Fakten und Informationen erreicht man aber viel.

Bernhard Heinzlmaier erläutert Do’s and Don’ts: 


Do´s:
 

Vorbilder und Testimonials: Nicht immer sind Models die richtige Wahl. Wirkliche Menschen aus dem Alltag kommen oft besser an. Testimonials dürfen nicht zu angepasst sein. Der kleine Rebell steckt in fast jedem Jugendlichen. Frauen suchen sich nun verstärkt weibliche Vorbilder. 

Jugendliche leben in Szenen (beispielsweise Hip Hop). Die Verwendung des richtigen Szenecodes entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. 

Kooperationen nur mit Organisationen eingehen, die ein modernes und offenes Image und Vereinsleben haben. 

Jugendliche sind Medienprofis und akzeptieren nur den höchsten technischen und konzeptionellen Standard. 

Eventsponsoring wird von der Zielgruppe wahrgenommen und besonders positiv bewertet, wenn man im Rahmen des Events einen wirkungsvollen und szeneadäquaten Auftritt hinbekommt. 

Jugendliche wissen selbst am besten, was sie wollen. Deshalb die Zielgruppe schon ganz am Beginn von Konzeptionsverfahren in den Entwicklungsprozess mit einbeziehen. 

Das Internet ist das Leitmedium der Jugendkultur. Ohne zeitgemäßen, attraktiven Internetauftritt, der einen persönlichen Nutzen garantiert, geht nichts.


Don’ts:
 

Kein pseudojungendlicher Kommunikationsstil („geil“, „cool“, „mega“). 

Nicht zu aufdringlich kommunizieren. Den Jugendlichen auch die Möglichkeit geben, Nähe und Distanz zu der Botschaft selbst flexibel bestimmen zu können. 

Nicht nur Massenmedien wie TV, Magazine etc. für die Kommunikation verwenden. Es gibt auch eine Kommunikationswelt „below the line“ und die ist gerade bei Jugendlichen besonders wirksam und glaubwürdig. 

Jungendkulturen sind schnelle Kulturen, also immer dran bleiben und nicht die Symbole und Stilelemente vom letzten Jahr verwenden. 

Kein erhobener Zeigefinger! Jugendliche wollen als gleichberechtigter Partner überzeugt und nicht belehrt werden. 

Noch immer gilt: Jugendliche wollen erwachsen sein. Kindliche Ansprache geht schon bei der Mehrheit der 10-jährigen in die Hose. 

Jugendliche sind Musikprofis, das heißt, bei der Auswahl der Musik sollte man sich keinen Fehler erlauben. Genau nachfragen, bevor man sich blamiert. 

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