Dr. Andreas Elter schreibt in diesem Artikel aus Politik und Kommunikation, dass in den USA Techniken der politischen Kommunikation zu Propagandazwecken missbraucht werden.
Auszüge:
Die Bush-Regierung steht in diesen Wochen mehr denn je in der Kritik. Zunächst Colin Powells spätes Eingeständnis der Lüge, dann das schlechte Management der Katastrophe von New Orleans: die Umfragewerte sind im Keller.
Dabei war die US-Regierung bislang stark darin, trotz Kritik und Fehlern ein vergleichsweise positives Image in der Bevölkerung zu besitzen. Ganz tatenlos war die Regierung dabei nicht: Ein wichtiges Mittel der Administration, Einfluss auf die öffentliche Diskussion zu nehmen, war und ist das so genannte Perzeptions-Management (perception management). Dabei geht es weniger um die Information als solche, sondern vielmehr um deren Wahrnehmung und Wertung.
So beruhte ein Großteil des Perzeptions-Managements nach dem Irak-Krieg auf mehreren Säulen: Neben klassischen PR-Techniken wie eigenen Pressekonferenzen, einer als „Charmeoffensive“ des Präsidenten verkauften Europa-Reise oder der offiziellen Versicherung, Missstände im Militär nach dem Abu-Ghraib-Skandal schonungslos aufklären zu wollen, ging es vor allem um die indirekte subversive Beeinflussung von Herausgebern, Senderchefs und einzelnen Journalisten.
Eines der wichtigsten Elemente des Perzeptions-Managements besteht somit darin, unangenehme Meldungen durch das Verbreiten von Positiv-Meldungen oder durch das angebliche Aufdecken neuer vermeintlicher Fakten zu konterkarieren. Das Ziel lautet, jegliche Negativberichterstattung durch einen Informationsüberfluss oder eine Gegenmeinung so zu nivellieren, dass der Endverbraucher nicht mehr weiß, welcher Quelle er mehr glauben schenken soll.
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