In diesem Artikel aus Politik & Kommunikation schreibt Miraim Stegherr über das Phänomen, dass sich immer häufiger Unternehmen zu strategischen Allianzen zusammenschließen, da die Interessenvertretung durch etablierte Verbände nicht länger ausreichend ist, um eigene Initiativen umzusetzen.
Auszüge:
Strategische Allianzen bündeln Kompetenzen und verfolgen klare Linien. Durch ihre dynamische Struktur weisen etablierte Verbände den Weg in die Zukunft des Lobbying.
„Die Lobbylandschaft ist unübersichtlicher geworden“, sagt Armgard von Reden, Cheflobbyistin bei IBM. Der Umzug von Bonn nach Berlin, die zunehmende Bedeutung der EU, das neue Bewusstsein der Global Player: Politik wird immer komplexer. Die Partikularinteressen sind gestiegen, denen der Verband mit seinem Diktum „Kompromiss“ nur schwer begegnen kann.
Strategische Allianzen haben einen Vorteil: die Mitglieder investieren nur in ein einziges Thema – in den Kampf gegen das Gesetz REACH zum Beispiel. Besonders kapitalstarke Branchen verfügen über ein großes Drohpotential, wie zum Beispiel die Gefährdung von Arbeitsplätzen und sinkendes Kapital.
Mehr als Verbände setzen Strategische Allianzen auf Kommunikation. Sie planen Aktionen, starten Kampagnen und laden öffentlich ein. Des Weiteren haben sie eine klare Funktion: Öffentlichkeit und Politik für ihr Thema zu gewinnen. Sie wirken nach außen, nicht nach innen. Das unterscheidet sie grundlegend vom Verband. Die Selbstauflösung ist ein weiterer wichtiger Bestandteil kurzfristiger Allianzen. Das macht es leichter sie von Verbänden zu unterscheiden.
Dennoch werden Verband und Allianz nach einiger Zeit nur noch durch das Wort getrennt.
Um die vollständige Version des Artikels zu lesen, klicken sie bitte hier.
