Umfrage zeigt Zukunftstrends in den Public Relations in der EU [DE]

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Laut neuen Forschungsergebnissen der European Public Relations Education and Research Association (Euprera) sei Unternehmenskommunikation für Unternehmen zunehmend von Bedeutung und werde sich in den kommenden drei Jahren zu dem wichtigsten Bereich des Kommunikationsmanagements entwickeln.

Die transnationale Umfrage, die von Professor Dr. Ansgar Zerfass der Universität Leipzig geleitet und am 27. September 2007 veröffentlicht wurde, ist die erste dieser Art. Sie basierte auf Interviews mit 1 100 Berufstätigen mit langzeitiger Erfahrung aus 22 Ländern.

Marketing, Branding und Verbraucherkommunikation zählen derzeit zu den wichtigsten Bereichen, aber es wird erwartet, dass sich dies in den kommenden drei Jahren ändert. Die Forscher gehen davon aus, dass die digitale Revolution, die Verbindung zwischen Unternehmensstrategien und –kommunikation und die Erhaltung des Vertrauens die brisantesten Problemfelder zwischen heute und 2010 sein werden.

Online- und Sozialmedia entwickelten sich zu zunehmend einflussreichen Kommunikationsinstrumenten für Entscheidungsträger, die nun Massenmedien umgehen können. Daher verlören Presse- und Medienbeziehungen im Vergleich zu interaktiven Methoden der Onlinekommunikation an Bedeutung, so das Ergebnis der Forscher.

Dies treffe besonders für junge Menschen zu; die Forscher sagen, dass hier komplett neue Kompetenzen und Instrumente notwendig seien, einschließlich ‚medienübergreifender Konzepte’ und ‚wirklicher Interaktionen’ wie beispielsweise Mund-zu-Mund-Kampagnen, um Spitzentechnologien zu ergänzen. 

Die Umfrage zeigte, dass interne Kommunikation, Gemeinschaftsbeziehungen und soziale Verantwortung der Unternehmen zu den sich am schnellsten entwickelnden Aspekten der Kommunikation gehören.

Überraschenderweise haben die Forscher auch herausgefunden, dass nur ein Drittel der Entscheider den wirtschaftlichen Einfluss ihrer Kampagnen messen. PR-Evaluation, einschließlich der Verknüpfung von Unternehmensstrategien und Unternehmenskommunikation, sei von enormer Bedeutung, jedoch in der EU weithin vernachlässigt.

Weiterhin ergab die Umfrage, dass sich Berater zu stark auf Medienerzeugnisse konzentrierten und den Wert persönlicher und nonverbaler Kommunikation unterschätzten, sowie dass PR-Fachkräfte den Wert von Innovationen nicht erkannten.

Im Allgemeinen wurde deutlich, dass der Bereich der Public Relations in Europa beträchtlich wächst: für 2008 werden neue Arbeitsplätze und eine Erhöhung der Budgets der Kommunikationsabteilungen und -agenturen von 14% erwartet.

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