Europa als eigene Angelegenheit erleben

Der Deutsche Bundestag im Zeichen Europas. Wohin weht der Wind? Foto: dpa

Die grüne Heinrich Böll Stiftung belebt die Debatte über die Zukunft Europas mit einem eigenen Dossier von Beiträgen, das sie EURACTIV.de zur Verfügung gestellt hat. Der Kern der Krise ist ein Vertrauensproblem, die Akteure schummeln sich durch. Die Serie startet am Montag.

Die EU steckt nicht nur in einer Schuldenkrise, sondern auch in einer Vertrauenskrise. Beide verstärken sich gegenseitig. Die national eingefärbten Kontroversen um nachhaltige Gegenstrategien und die sozialen Verwerfungen in Krisenländern drohen nicht nur die Eurozone zu spalten, sondern gefährden auch das Projekt eines vereinigten Europa. Der Protest gegen "Brüssel" schlägt in manchen Ländern in manifeste Tendenzen zur Renationalisierung um.

Eingerahmt wird all dies von einer weiteren Krise – jener der Demokratie. "Mehr Europa" klingt für viele Bürger derzeit nach mehr politischer Zentralisierung. Erst wenn die Bürger über europäische Zukunftsfragen selbst Richtungsentscheidungen treffen können, werden sie Europa als ihre Angelegenheit erleben. Gerade jetzt ist, so die Heinrich Böll Stiftung, eine breite öffentliche Debatte über alternative Vorschläge zur Zukunft Europas gefragt.

Die dem Bündnis 90/Die Grünen nahestehende Heinrich Böll Stiftung stellte EURACTIV.de sein Dossier über Europas Zukunft zur Verfügung.

Die Heinrich Böll Stiftung und nicht zletzt EURACTIV.de möchten mit diesem Dossier zur Debatte beitragen. Alle Leser sind aufgerufen, die Beiträge zu den verschiedenen Facetten der Krise und den richtigen Wegen aus der Krise zu kommentieren und mit den Autoren zu diskutieren.

EURACTIV.de veröffentlicht in loser Reihenfolge einige Debattenbeiträge namhafter Autoren. Am Montag startet die Serie mit Rebecca Harms, der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Europäischen Parlament, mit dem Beitrag "Europa eine neue Richtung geben".

red.

Links

Europas gemeinsame Zukunft. Wege aus der Krise

I) Europa als eigene Angelegenheit erleben (20. Juli 2012)

II) Rebecca Harms: "Europa eine neue Richtung geben" (23. Juli 2012)

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