Eurobarometer: Unterstützung für EU wächst [DE]

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Aus der jüngsten Eurobarometer-Umfrage geht hervor, dass die Unterstützung der Bürger für die Europäische Union in der ersten Hälfte 2006 wuchs. Doch auch der Widerstand gegen weitere Erweiterungen wurde größer. Finnland, derzeitiger Inhaber der Ratspräsidentschaft, ist auch weiterhin eines der skeptischsten Länder.

Das Frühjahr scheint neue Hoffnung für Europa gebracht zu haben. Dies ist zumindest der Eindruck, den die jüngste Eurobarometer-Umfrage, die im Zeitraum März-Mai 2006 durchgeführt wurde, vermittelt. 

So ist das Vertrauen der Bürger in die EU insgesamt größer geworden und dasselbe gilt für die Unterstützung für die EU, die um fünf Prozentpunkte (von 50 auf 55 %) gestiegen ist. In der Türkei hat sich das Image der EU jedoch dramatisch verschlechtert: während vorher noch 60 % der Türken ein gutes Bild von der EU hatten, fiel ihr Anteil auf 43 %. In Finnland sind die Zustimmungsquoten für die EU mit 39 % besonders niedrig. Eine geringere Zustimmung für die EU findet man lediglich in Lettland (37 %) und Österreich (34 %).

Das Vertrauen in den Europäischen Rat stieg (+ 3 %), aber das Europäische Parlament ist nach wie vor die EU-Institution, die das größte Vertrauen unter den Bürgern genießt. Breite Zustimmung besteht nach wie vor zu dem Gedanken einer europäischen Verfassung. 47 % der Bürger wollen jedoch, dass sie neu verhandelt wird. 

Die Kluft zwischen der Position der politischen und wirtschaftlichen Eliten und der öffentlichen Meinung zur EU-Erweiterung wächst auch weiter. Während die Eliten von Erfolgen und Vorteilen der EU-Erweiterung sprechen, wächst der Widerstand in der Bevölkerung: 45 % von ihnen befürworten die Erweiterung (- 4 %), während 42 % (+ 3 %) sie ablehnen. In einer Stellungnahme zu den Umfrageergebnissen forderte Kommissionsvizepräsidentin Margot Wallström, die Staats- und Regierungschefs müssten „die Vorteile der Erweiterung überzeugender erläutern“. 

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