Die Österreicher stehen mehrheitlich zu einer EU-Mitgliedschaft ihres Landes. Die Zustimmung nimmt aber seit Ausbruch der Krise kontinuierlich ab, wie die aktuelle ÖGfE-Umfrage zeigt.
"Bei aller – auch berechtigten – Kritik an der EU: Wenn es um die entscheidende Frage geht, ob Österreich bei der EU bleiben oder wieder austreten soll, möchte eine überwiegende Mehrheit, dass unser Land selbstverständlich Teil der EU bleibt. Das gilt auch – und gerade – in schwierigen Zeiten", interpretiert Paul Schmidt, Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), das Ergebnis einer aktuellen ÖGfE-Umfrage.
Die österreichweite Umfrage zeigt, dass sich 66 Prozent der Befragten für den Verbleib Österreichs bei der Europäischen Union aussprechen. 26 Prozent plädieren für einen Austritt (Restliche Befragte: "keine Angabe"). Am skeptischsten zeigt sich die Altersgruppe zwischen 26 und 35 Jahren sowie Befragte mit Pflichtschulabschluss, die zu 34 Prozent bzw. 35 Prozent für einen Austritt Österreichs aus der EU plädieren.
Die ÖGfE hat die Frage zur EU-Mitgliedschaft seit 1995 insgesamt 44 Mal gestellt. Im langjährigen Durchschnitt lag die Zahl der Mitgliedschaftsbefürworter bei rund 71 Prozent, die Zahl der Austrittsbefürworter bei rund 23 Prozent.
Die Euro-Krise hat in der öffentlichen Zustimmung zur EU deutliche Spuren hinterlassen. Während sich im Oktober/November 2009 noch 79 Prozent für eine EU-Mitgliedschaft ihres Landes aussprachen, sank dieser Wert seitdem deutlich ab. Im April dieses Jahres lag der Wert mit 64 Prozent sogar noch unter der aktuellen Zustimmungsrate.
EURACTIV.de

