Subventionen und Förderungen: Österreich ist Europameister

Willkommen im Wartezimmer. Österreich vergibt die höchsten Förderungen im Gesundheitssektor. Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Beim Schuldenmachen sind Griechenland, Spanien & Co. Spitzenreiter. Bei der Vergabe von direkten und indirekten (also steuerlichen) Förderungen ist Österreich „Europameister“.

Nach dem soeben veröffentlichten Förderungsbericht der österreichischen Bundesregierung wurden im Jahr 2011 allein 15,92 Milliarden Euro von Bund, Ländern und Gemeinden an Unternehmen und Privatpersonen ausgeschüttet.

Insgesamt lagen die Geldleistungen von Bund, Ländern und Gemeinden an Unternehmen und Privatpersonen bei 75 Milliarden Euro bzw. 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit liegt Österreich auch weit über dem EU-Durchschnitt, der laut Eurostat 19 Prozent beträgt.

Ebenfalls 19 Prozent des BIP flossen allerdings in Österreich 2011 allein an Privatpersonen, so vor allem in den Bereichen Krankheit, Erwerbsunfähigkeit, Alter und Wohnraum.  

Österreich vergibt damit auf dem Gesundheitssektor überhaupt die höchsten Förderungen, wobei die meisten Gelder in den stationären Bereich flossen. Das wird unter anderem damit begründet, dass viele Gesundheitsleistungen von Privaten unter staatlicher Aufsicht erbracht werden.

Sozialexperten sehen in diesem Bericht daher auch abermals einen Anlass, eine grundlegende Reform des Gesundheitswesen zu fordern und damit auch für eine bessere Verteilung öffentlicher Gelder zu sorgen.

An der Spitze der Förderungsgeber stand 2011 übrigens das Landwirtschaftsministerium gefolgt, vom Finanzministerium, bei dem sich allerdings die im Zuge der EU-Finanzkrise notwendige Bankenhilfe in den Büchern niederschlug. An dritter Stelle liegt das Sozialministerium.

Herbert Vytiska (Wien)

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Förderungsbericht

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