„Europäische Antworten auf globale Fragen“

Die Donau-Universität Krems hat Othmar Karas, Vizepräsident des EU-Parlaments, die Ehrenprofessur verliehen. Foto: dpa

Die Donau-Universität Krems feierte die Eröffnung des neuen „Zentrums für Europa und Globalisierung“ mit einem Symposium. Im Fokus des neuen Lehr- und Forschungsbereichs sollen die Herausforderungen Europas in einer globalen Welt stehen.

"Jenseits der Krise – Umrisse eines neuen Europas" ist das Thema einer hochrangig besetzten Diskussionsplattform, die in weniger als zwei Wochen und das bereits zum 18. Mal im niederösterreichischen Stift Göttweig stattfindet. Initiator dieses "Forums Europa" war übrigens der frühere Außenminister Alois Mock, der 1993 den Beitrittsvertrag von Österreich mit der EU unterzeichnet hatte. Gleich vis-a-vis des ansehnliches Stiftes wurde nun in Krems an der Donau-Universität das neue "Zentrum für Europa und Globalisierung" offiziell seiner Bestimmung übergeben.

"Im Fokus des neuen Lehr- und Forschungsbereichs stehen die vielfältigen Herausforderungen Europas in einer globalen Welt. Europäische Antworten auf globale Fragen zu finden, dieser Herausforderung will sich das neue Zentrum für Europa und Globalisierung widmen", wie dessen Leiterin Gudrun Biffl feststellte. Unter Bündelung der vorhandenen Kompetenzen sollen interdisziplinäre Forschungsprojekte und Weiterbildungsangebote ermöglicht werden, die sich mit Themen wie Bildung, Mobilität oder Demokratisierung im europäischen Raum beschäftigen. "Dafür", so Biffl, "braucht es gesellschaftspolitische Weichenstellungen, die ohne wissenschaftliche Analysen nicht möglich sind".

Europäischer Einigungsprozess muss vorangetrieben werden

Das neue Zentrum will sich als Signal dafür verstehen, dass der europäische Einigungsprozess trotz aller Krisen und Probleme, die einer Lösung harren, die auch viel Kritik an der Sinnhaftigkeit der EU hervorgerufen haben, vorangetrieben werden muss. Daher wird auch der enge Kontakt mit den europäischen Institutionen gesucht. Gleich mit der Eröffnung wurde dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, der seit vielen Jahren als Vortragender und Berater an der Donau-Universität Krems tätig ist, die Ehrenprofessur verliehen.

Das Thema Europa stand übrigens von Beginn an im Mittelpunkt des Handelns der Donau-Universität. So wurde 1995 der Studienbetrieb mit den Universitätslehrgängen EURAS (European Advanced Studies), EURO-JUS und der Europäischen Journalismus-Akademie eröffnet. Im kommenden Herbst wird der Lehrgang "Integrative Regionalentwicklung für Kommunen, Gemeinden und Regionen" erstmals gestartet. Darüber hinaus soll auch der europäischen Kohäsions- und Finanzpolitik, dem europäische Hochschulraum, der Bedeutung neuer Technologien für die Partizipation am europäischen Demokratisierungsprozess sowie der Mobilität innerhalb Europas zur Stärkung der Identität und des Wirtschaftswachstums besonderes Augenmerk geschenkt werden.

(Redaktion Wien)

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