Lissabon-Agenda: Öko-Effizienz entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit

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Zwei neue Berichte der Kommission heben hervor,
dass Öko-Innovationen und Ressourceneffizienz gestärkt werden
müssen, will die EU der wettbewerbsfähigste wissensbasierte
Wirtschaftsraum der Welt werden.

Der zweite Bericht der Kommission über die
Umweltpolitik liefert Stoff für die Debatte über die
Zwischenbilanz der Lissabon-Strategie, die auf dem
EU-Frühjahrsgipfel im März stattfinden soll. Der Bericht befasst
sich mit den Fortschritten, die die EU 2004 bei der Erfüllung
ihrer umweltpolitischen Zielsetzungen gemacht hat. 

Die wichtigsten Botschaften des EPR sind die
folgenden: 

  • Es gibt zunehmend einen Konsens, dass „Umweltpolitik
    und Öko-Innovationen Wirtschaftswachstum
    fördern
    und Arbeitsplätze erhalten und schaffen können,
    und daher zu Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung
    beitragen“;
  • Die europäische Öko-Industrie hat besser
    abgeschnitten als die restliche Wirtschaft. Sie
    hat europaweit 2 Millionen Beschäftigte und wächst auch
    weiter um etwa 5 Prozent pro Jahr; 
  • Die größten Herausforderungen bestehen in Bezug
    auf die Umsetzung des EU-Umweltrechts in
    den Mitgliedstaaten (ein Drittel aller wegen Nichtumsetzung des
    EU-Rechts anhängigen Rechtssachen betreffen Umweltfragen) sowie
    hinsichtlich besserer und vereinfachter
    Umweltvorschriften
    , die den Verwaltungsaufwand sowie
    die Kosten, die für den öffentlichen Sektor
    und Unternehmen entstehen, so gering wie möglich
    halten.

In ihrem ersten Bericht über die Durchführung des
Aktionsplans zur Förderung der Umwelttechnologien (ETAP)
(siehe LinksDossier zu
ETAP
) bewertet die Kommission den Stand der Umsetzung des
Planes, der vor einem Jahr lanciert worden ist. 

Der Bericht empfiehlt:

  • die Einrichtung ‚Grüner Investmentfonds‘ zur
    Mobilisierung von Risikokapital für Öko-Innovationen in kleine und
    mittelständische Betriebe;
  • die Entwicklung ‚ökologischer
    Leistungsziele‘
    für Produkte, Verfahren und
    Dienstleistungen;
  • die Ausarbeitung ’nationaler
    Aktionspläne‘
    zur Durchführung des ETAP, mit konkreten
    Maßnahmen und Fristen, sowie die Aufstellung nationaler
    Aktionspläne zur Förderung eines umweltgerechten öffentlichen
    Beschaffungswesens. 

Bei einem Treffen am 26. Januar mit der 'Green G-9', die sich
aus verschiedenen Umweltorganisationen zusammensetzt, hat
EU-Umweltkommissar Dimas seine Auffassung bekräftigt, dass
Lissabon und nachhaltige Entwicklung Hand in Hand gehen müssen.
"Wachstum, der Umwelterwägungen ignoriert, wird eindeutig nicht
nachhaltig sein. Außerdem glaube ich fest daran, dass eine starke
Umweltpolitik zur Wettbewerbsfähigkeit der EU beiträgt", so
Kommissar Dimas. 

Am 27. Januar hat die Kommission zwei Berichte veröffentlicht,
in denen sie betont, dass die wirtschaftlichen Ambitionen der EU
durch eine starke Innovations- und Nachhaltigkeitspolitik ergänzt
werden müssen, die vor allem auf Öko-Effizienz und einem
gestärkten Aktionsplan zur Förderung der Umwelttechnologien
basiert sein sollte.

Der Kommissionbericht über die Umweltpolitik 2004 wird Teil
eines Dokuments für das Gipfeltreffen des Europäischen Rates im
März sein. 

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